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CSU-Generalsekretär : Blume macht Laschet für Umfragetief der Union verantwortlich

  • Aktualisiert am

CSU-Generalsekretär Markus Blume Bild: dpa

Aus München kommen abermals Sticheleien gegen den Kanzlerkandidaten von CDU und CSU. Armin Laschet sieht die schlechten Umfragewerte eher locker.

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          CSU-Generalsekretär Markus Blume sieht in der Kanzlerkandidatur von CDU-Chef Armin Laschet die Ursache für das Umfragetief der Union. „Die große Enttäuschung über den Ausgang der Personalentscheidung spiegelt sich in den Umfragen wider“, sagte Blume der Zeitung Augsburger Allgemeinen (Samstagsausgabe). „Viele, nicht nur in Bayern, hätten sich Markus Söder gewünscht“, sagte Blume mit Blick auf die Entscheidung über den Kanzlerkandidaten der Union.

          „Armin Laschet ist nun verantwortlich, die Umfragen zu drehen“, sagte Blume. Die bayerische Schwesterpartei dürfe nicht mit nach unten gezogen werden. „Als CSU müssen wir uns vom Bundestrend abkoppeln“, betonte er. Dabei setzte die Partei voll auf den bayerischen Ministerpräsidenten. „Die persönliche Zufriedenheit mit Markus Söder ist unverändert auf hohem Niveau stabil.“

          Die Union war zuletzt auch im ZDF-Politbarometer und im ARD-Deutschlandtrend als nur noch zweitstärkste Partei hinter die Grünen zurückgefallen. CDU-Generalsekretär Paul Ziemiak rief die Union angesichts der schlechten Umfragen zur Geschlossenheit auf.

          Im F.A.Z.-Interview sprach der Kanzlerkandidat der Union am Freitag davon, dass sein Platz in Berlin sei – ob als Kanzler oder nicht. Laschet sagte: „Sie kennen mein Verhältnis zur Demoskopie. Ich habe das bei der nordrhein-westfälischen Landtagswahl 2017 erlebt. Da hieß es noch wenige Wochen vor der Wahl, die SPD stehe bei 40 Prozent, die CDU bei 26. Es kam völlig anders – mit einem tollen Sieg der Union. Mir kommt es am Ende immer darauf an, Wahlen zu gewinnen, nicht Umfragen.“

          Ziemiak sagte der Augsburger Allgemeinen: „Differenzen zwischen den Schwesterparteien sind normal und die hat es immer gegeben, sie sind so alt wie unsere gemeinsame Parteiengeschichte.“ Wichtig sei demnach, „dass wir in den entscheidenden Momenten zusammenstehen“. Ziel sei es, dass nach der Bundestagswahl im September keine Regierung ohne Führung durch die Union gebildet werden könne.

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