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CSU-Legende : Wilfried Scharnagl gestorben

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Im Alter von 79 Jahren gestorben: CSU-Legende Wilfried Scharnagl Bild: dpa

Wilfried Scharngl war enger Vertrauter von Franz Josef Strauß. Nach dessen Tod stand der frühere Chefredakteur der Parteizeitung „Bayernkurier“ weiter als Berater der Parteiführung zur Verfügung. Nun ist er im Alter von 79 Jahren gestorben.

          Der als einer der engsten Gefährten von CSU-Legende Franz Josef Strauß geltende Publizist Wilfried Scharnagl ist tot. Scharnagl starb im Alter von 79 Jahren, wie CSU-Generalsekretär Markus Blume am Dienstag dem Bayerischen Rundfunk bestätigte. „Wir sind als CSU tief erschüttert“, sagte Blume dem BR. Scharnagl war 24 Jahre lang Chefredakteur des CSU-Parteiblatts „Bayernkurier“ und bis zu seinem Tod Mitglied im CSU-Vorstand.

          Scharnagl blieb auch nach dem Tod von Strauß im Jahr 1988 wichtiger Berater für dessen Nachfolger an der Parteispitze. Seinen legendären Ruf genoss der Journalist aber vor allem wegen seiner engen Verbindung zu Strauß.

          Dies brachte dieser selbst mit einem Satz zum Ausdruck in einer Zeit, als der „Bayernkurier“ in Anlehnung an das Zentralorgan der Sowjetunion noch als „Schwarze Prawda“ galt: „Scharnagl schreibt, was Strauß denkt, Strauß denkt, was Scharnagl schreibt“, sagte der langjährige bayerische Ministerpräsident und adelte so seinen Gefährten.

          Thomas Kreuzer, der Vorsitzende der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag, teilte mit: „Wilfried Scharnagl war eine herausragende konservative Leitfigur und ein vorbildlicher Demokrat. Sein Wissen über die Vergangenheit, sein Gespür für die Gegenwart und sein Weitblick für die Zukunft machten ihn zu einem der wertvollsten Ratgeber für Partei und Fraktion.“

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