https://www.faz.net/-gpf-7q3hb

CSU : Hinter Huber

Seehofer will nicht vom Hof gejagt werden wie Stoiber. Doch scheint er diesem Schicksal umso näher zu kommen, je stärker er dagegen ankämpft.

          Wie Seehofer und Huber zueinander stehen, weiß man nicht erst, seit sie auch öffentlich über ihre Männerfreundschaft reden. Der eine hält den anderen für ein beendetes, aber immer noch nachwirkendes Unglück, der andere den einen für ein akutes und immer noch größer werdendes.

          Neu ist die Schärfe, mit der diese Fehde ausgetragen wird. Sie zeigt, dass Seehofer Hubers Angriff nicht für die Tat eines einsamen Amokläufers hält, der immer noch auf Rache sinnt; eine solche Attacke könnte der CSU-Chef locker ignorieren. Er aber scheint die Gefahr zu wittern, dass sich hinter Huber, der nichts mehr zu verlieren hat, auch andere Unzufriedene sammeln könnten, vielleicht sogar schon gesammelt haben.

          Bald diskutiert auch die CSU nicht mehr nur über Stilfragen

          Seehofer will um jeden Preis vermeiden, dass er eines Tages vom Hof gejagt wird wie Stoiber. Doch scheint er diesem Schicksal umso näher zu kommen, je vehementer er dagegen ankämpft.

          Wenn nicht der Führungsstil eines Parteichefs, sondern die Debatte darüber schuld an einem schlechten Wahlergebnis sein soll, debattiert auch eine Partei wie die CSU bald nicht mehr nur über Stilfragen.

          Topmeldungen

          Klopp beim FC Liverpool : Kurz vor der Königsweihe

          Jürgen Klopp hat mit Liverpool die Champions League gewonnen, die Fans aber sehnen seit beinahe dreißig Jahren die Meisterschaft herbei. Sie wollen nicht mehr warten.

          Zukunftsforscher : „Es wird auf jeden Fall keine zweite Greta geben“

          Greta Thunberg gilt als das Gesicht schlechthin, wenn es um den Kampf gegen den Klimawandel geht. Zukunftsforscher Matthias Horx erklärt, was die Sechzehnjährige mit Winston Churchill, Albert Einstein und Bob Marley gemeinsam hat.
          Die Botschaft der Demonstrantin vor dem Supreme Court ist klar: „Kein Parlament, keine Stimme!“

          Großbritannien : Supreme Court verhandelt über Parlamentspause

          In der Verhandlung über die Zwangspause des Parlaments hagelt es Kritik am britischen Premierminister. Der Anwalt der Hauptbeschwerdeführerin wirft Boris Johnson vor, Verfassungsgrundsätze auf den Kopf zu stellen.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.