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CSU : Das eine zum anderen

In einem Wahljahr kennt die CSU kein Erbarmen. Nicht mit dem politischen Gegner und nicht mit eigenen Mitgliedern und Sympathisanten, die die Partei angreifbar machen.

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          Die CSU in ihrem Lauf (zur absoluten Mehrheit) hält weder ein Hoeneß noch ein Schüttelschorsch auf. In einem Wahljahr kennt sie kein Erbarmen mehr, sondern nur noch preußische Tugenden. Das hätte niemand so gut wissen müssen wie ihr Fraktionsvorsitzender. Er hatte, weil er sich tatsächlich rechtlich korrekt verhielt, zwar keinen Grund zur Selbstanzeige. Doch machte er sich mit dem Festhalten an einer Ausnahmeregelung für die Beschäftigung von Familienangehörigen politisch angreifbar, was die CSU ihren Mitgliedern höchstens verzeiht, wenn sie von Beruf Hoffnungsträger sind und zu Guttenberg heißen.

          Beides traf bei Georg Schmid nicht ganz zu. Er ist zwar ein freundlicher und zupackender Mensch. Doch hatte er beim Versuch, ganz Bayern zu umarmen, nicht immer ein glückliches Händchen. Die Rolle, die er bei der Verhängung des Rauchverbots spielte, ist ihm bis hinauf nach Oberfranken in Wirtshauskreisen nicht vergessen worden. Mit Schmids Amt hatte Seehofer aber auch aus Gründen der Erbfolge ohnehin schon anderes vor. So fügt sich bei der CSU wieder einmal das eine zum anderen.

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