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CSU-Chef : Seehofer entdeckt die direkte Demokratie

  • Aktualisiert am

Horst Seehofer Bild: dpa

CSU-Chef Horst Seehofer hat vorgeschlagen, seinen Nachfolger von den Parteimitgliedern wählen zu lassen. Direkte Demokratie kann er sich auch in einer anderen Frage vorstellen.

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          CSU-Chef Horst Seehofer hat der CSU einen Mitgliederentscheid über seine Nachfolge in Aussicht gestellt. Das SPD-Basisvotum über die große Koalition sei historisch gewesen, sagte er der „Welt am Sonntag“. Seit einer Änderung der CSU-Satzung seien auch in seiner Partei Mitgliederentscheide möglich.

          „Es wird früher oder später auch einen Mitgliederentscheid in der CSU geben. Das kann eine personelle Frage sein, das kann eine inhaltliche Frage sein“, sagte Seehofer. „Vielleicht gibt es ja auch einen Mitgliederentscheid über meine Nachfolge.“ Der 64-Jährige ist nach der Rückeroberung der absoluten CSU-Mehrheit bei der bayerischen Landtagswahl im September als Ministerpräsident bestätigt worden, seine Amtszeit endet 2018.

          Auch eine bayernweite Volksbefragung zur dritten Startbahn am Münchner Flughafen hält Seehofer für denkbar. „Das wäre vorstellbar“, sagte er dem „Donaukurier“. Die Ablehnung der Startbahn beim Münchner Bürgerentscheid sei knapp ausgefallen und kein Hinderungsgrund. „Wenn die Landeshauptstadt sich mehr angestrengt hätte, hätte es eine Zustimmung gegeben“, sagte der CSU-Chef.

          Seehofer betonte die wirtschaftliche Bedeutung des Flughafens. Er sei „für die Entwicklung ganz Bayerns entscheidend“. „Wenn wir Wohlstand halten wollen, ist Wachstum die Grundlage. Dafür brauchen wir auch den Flughafen.“ Das weitere Vorgehen hänge aber vom anstehenden Urteil des bayerischen Verwaltungsgerichtshofs zur dritten Startbahn ab. Es wird im Frühjahr erwartet.

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