Gibt es bald eine „Immunitätslizenz“?
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Regelkonform: Die meisten Frankfurter, wie hier am nördlichen Mainufer, wahren den Mindestabstand. Bild: dpa
Gerade über die Feiertage ist die soziale Isolation besonders schmerzhaft. Tröstlich sind Gedankenspiele, wie die Gesellschaft wieder zur Normalität zurückfinden kann. Sind Antikörpertests geeignet, eine Infektion zu erkennen?
Noch ist die Republik wie in Watte gepackt, das öffentliche Leben ist wegen der Epidemie des neuartigen Coronavirus weitgehend zum Erliegen gekommen. Doch gerade jetzt, wo die Phase der sozialen Isolation für viele wegen der Feiertage besonders schmerzhaft ist, erscheinen Gedankenspiele tröstlich, in denen es darum geht, wie die Gesellschaft wieder zur Normalität zurückfinden kann. Und genau in diesen Modellen spielen Menschen, die an Covid-19 litten und von der Viruserkrankung wieder genesen sind, eine entscheidende Rolle. Vieles spricht dafür, dass sie nach einer durchlittenen Infektion zumindest zeitweise gegen das neuartige Coronavirus immun sein könnten – und weil sie den Erreger dann wohl nicht weitergeben würden, wären sie mit als Erste wieder in der Lage, ungehindert am öffentlichen Leben teilzunehmen.
Wissenschaftler arbeiten gerade mit Hochdruck an entsprechenden Tests, bei denen das Blut der Testpersonen auf Antikörper untersucht wird, die das Immunsystem als Reaktion auf das Virus bildet. Damit im Alltag zum Beispiel Ärzte, Vorgesetzte oder Ordnungskräfte feststellen könnten, ob eine Person wirklich von der Viruserkrankung genesen ist, brauchte es zusätzlich einen Nachweis über das Testergebnis – ein schriftliches Dokument, das anderen bestätigt, dass sie sich im Umfeld der getesteten Person keinem Infektionsrisiko aussetzen.
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