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Mögliche Ermittlungen : Neun Polizisten aus Cottbus posieren vor rechtsextremem Graffito

  • Aktualisiert am

Neun Polizisten sollen in Cottbus ein rechtsextremes Logo hinterlassen haben. Bild: dpa

Neun Polizisten aus Cottbus haben vor einer Demonstration vor einem rechtsextremen Schriftzug posiert. Nun wurden die Beamten versetzt – und das LKA prüft Ermittlungen gegen ihre Kollegen.

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          Ein rechtsextremer Schriftzug in Cottbus führt zur Versetzung von neun Polizisten. Das brandenburgische Landeskriminalamt will einen möglichen Tatverdacht gegen mehrere Polizisten wegen öffentlicher Aufforderung zu Straftaten prüfen. Die neun Polizisten würden  für drei Monate in verschiedene Dienststellen in anderen Regionen des Bundeslandes versetzt, so das Polizeipräsidium in Cottbus mit. Gegen die Beamte läuft auch ein Disziplinarverfahren.

          Ausgangspunkt ist den Angaben zufolge ein Foto, das kurz vor Beginn der Anti-Kohle-Proteste Ende November in der Lausitz aufgenommen und anschließend in sozialen Netzwerken verbreitet worden ist. Auf dem Bild posieren neun Polizeibeamte der dritten Einsatzhundertschaft aus Cottbus vor einem Graffito „Stoppt Ende Gelände!“ mit abgebildetem Krebs an einer Mauer in Cottbus. Der Krebs ist das Wappentier von Cottbus.

          Der Polizeiführer hatte die neun Beamten den Angaben zufolge beauftragt, das gesamte Graffito zu entfernen. Die Polizisten hätten jedoch den Schriftzug nur teilweise entfernt. Ein „E“ sei in ein „C“ verändert worden, es blieben der Krebs und die Buchstaben „DC“ mit Ausrufezeichen sichtbar. „DC“ weist auf die rechtsextreme Gruppe „Defend Cottbus“ hin.

          Nach aktuellem Ermittlungsstand hätten die Beamten die Mauer unter Zurücklassung des Kürzels „DC!“ samt Krebs verlassen, hieß es. Die Untersuchungen führt die interne Revision des Polizeipräsidiums des Landes Brandenburg.

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