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Islam und Coronavirus : „Auf zum Gebet in euren Häusern“

Eine Kette versperrt den Zugang zur Ditib-Zentralmoschee in Köln-Ehrenfeld. Bild: dpa

Der Islam wird in der Gemeinschaft gelebt. Doch nun werden Gebete abgesagt und Moscheen geschlossen. Wie gehen Gemeinden in Deutschland mit dem religiösen Leben in Zeiten der Corona-Pandemie um?

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          Am Dienstag will die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, Annette Widmann-Mauz (CDU), mit den islamischen Verbänden darüber sprechen, was im Fastenmonat Ramadan, der am 24. April beginnt, zu beachten ist, sollten die Kontaktbeschränkungen andauern. Auch dann dürfe es keine gemeinsamen Gebete vor Ort geben. Muslime stehen in Zeiten der Corona-Krise vor einer großen Herausforderung. Denn der Islam wird in Gemeinschaft gelebt. Praktisch alle fünf „Säulen des Islams“, die das religiöse Leben eines Muslims bestimmen, erfolgen in Gemeinschaft – ob es das gemeinschaftliche Gebet ist, die Gemeinschaft während der Pilgerfahrt oder das Zusammensein beim Fastenbrechen im Ramadan.

          Rainer Hermann

          Redakteur in der Politik.

          „In Zeiten des Coronavirus aber gibt es kein Gemeindeleben mehr“, sagt Burhan Kesici, der Sprecher des Koordinierungsrats der Muslime in Deutschland, in dem die vier größten islamischen Verbände zusammengeschlossen sind. Denn die Moscheen sind geschlossen, das Freitagsgebet findet nicht mehr statt. Nach einer kurzen Phase anfänglicher Unsicherheit sei es nicht schwierig gewesen, das durchzusetzen. „Unsere Gemeindemitglieder sahen die Notwendigkeit ein, und sie wissen, um was es geht.“

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