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Corona-Booster : Warum die neuen Vakzine die Impfbereitschaft fördern

Corona-Impfung in Potsdam. Bild: dpa

Seit die neuen Präparate da sind, verzeichnen Hausärzte und Impfzentren wieder stärkeres Interesse an Auffrischimpfungen. Ausgerechnet die Älteren aber sehen die vierte Spritze häufig skeptisch.

          3 Min.

          Die Verfügbarkeit neuer Corona-Impfstoffe, die an unterschiedliche Omikron-Varianten angepasst sind, führt zu einer verstärkten Nachfrage der Bürger nach Boosterimpfungen. „Die Resonanz ist deutlich besser geworden“, sagt Benedikt Hart vom Deutschen Roten Kreuz. Er leitet das Impfzentrum in Frankfurt und verzeichnet dort inzwischen wieder bis zu 300 Impflinge je Tag. Im August, als die angepassten Impfstoffe noch nicht zugelassen waren, habe die Zahl noch bei weniger als 100 je Tag gelegen. „Die Leute kommen vor allem wegen der Boosterimpfungen“, sagt Hart. „Da haben einige offenbar gewartet, bis die angepassten Impfstoffe verfügbar sind.“ Interessant sei für die Impfwilligen allerdings nur ein Präparat – jener Impfstoff nämlich, der nicht nur gegen den Wildtyp des Virus wirkt, sondern auch gegen die Varianten BA.4 und BA.5. Das andere Mittel komme kaum zum Einsatz.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Nach Angaben des Robert-Koch-Instituts (RKI) entfielen zuletzt knapp 96 Prozent aller untersuchten Proben auf BA.5 und etwa drei Prozent auf BA.4. Die anderen Varianten spielen derzeit praktisch keine Rolle – das gilt auch für BA.1, jene Mutation also, auf deren Grundlage es bereits zwei angepasste Impfstoffe gibt. Nach Angaben des Bundesgesundheitsministeriums erhält Deutschland insgesamt 100 Millionen Dosen an angepassten Impfstoffen. Im September seien bereits 16 Millionen Dosen des BA.1-angepassten Impfstoffs und 19 Millionen Dosen des an BA.4 und BA.5 angepassten Vakzins geliefert worden.

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