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Was schützt uns vor Corona? : Ein Hoch auf die einfache OP-Maske

Die Plexiglaskammer für den Maskentest in der Uniklinik Marburg Bild: Lucas Bäuml

Marburger Wissenschaftler haben medizinische und Alltagsmasken unter lebensnäheren Bedingungen getestet als üblich. Ihre Botschaft: OP-Masken schützen erstaunlich gut – auch den Träger. Baumwollmasken schnitten deutlich schlechter ab.

  • -Aktualisiert am
          7 Min.

          Was im Frühjahr als ein kleiner Versuch für den Eigenbedarf einer Klinik begann, mündet nun in eine wissenschaftliche Studie. Am Universitätsklinikum Gießen und Marburg wurde damals, zu Beginn der Corona-Pandemie im März und April, die Schutzausrüstung knapp. Wenn überhaupt Masken verfügbar waren, dann solche ohne jede Zertifizierung, zu horrenden Preisen geliefert von bis dato unbekannten Herstellern. In Marburg begann ein Team um Professor Frank Günther, den Leiter der Krankenhaushygiene, mit einer Reihe von Tests. „Wir konnten damals gar nicht einschätzen, ob diese Masken aus China überhaupt geeignet waren, uns und unsere Patienten zu schützen“, sagt Günther. „Wir haben schnell festgestellt, dass es erhebliche Unterschiede gibt.“ Mittlerweile haben die Mediziner auch Alltagsmasken getestet, wie sie etwa Bekleidungshersteller anbieten, und einige überraschende Erkenntnisse erlangt. Sie bereiten eine Publikation in einer Fachzeitschrift vor.

          Die Wissenschaftler schraubten einen Plexiglaskasten zusammen, einen abgedichteten Würfel mit einer Kantenlänge von einem halben Meter. Auf einer Seite werden über einen Schlauch kleinste Partikel eingeblasen: Aerosole mit einem Durchmesser von weniger als fünf Mikrometer, also fünf tausendstel Millimeter, und Tröpfchen, die etwas größer, aber immer noch winzig sind. Diese Partikel simulieren, was beim Ausatmen einer Person passiert. In der Kammer verwirbelt ein Ventilator die Luft, um alle Partikel gleichmäßig zu verteilen.

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