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Zu wenig Pflegekräfte : Warum freie Intensivbetten allein nicht viel bringen

Warnungen am Eingang zur Intensivstation C1 der Frankfurter Universitätsklinik im April Bild: Frank Röth

Die Krankenhäuser melden Tausende freie Intensivbetten. Trotzdem ist die Lage angespannt. Ausgerechnet zu Weihnachten dürfte die Situation besonders schlimm werden. Was Krankenhäuser und Regierung jetzt planen.

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          Szenen wie aus Bergamo sollte es hierzulande nicht geben. Im Frühjahr, auf dem ersten Höhepunkt der Corona-Pandemie, zeigten Fernsehbilder aus der norditalienischen Stadt, wie das Gesundheitssystem des Landes im Chaos versank. Niemand wusste, wo es noch freie Betten auf Intensivstationen gab. Vor Corona konnte das auch in Deutschland niemand so genau sagen. Im Zweifel mussten Ärzte mühsam herumtelefonieren, um herauszufinden, welches Krankenhaus in der Umgebung noch Kapazitäten frei hatte. Das ist seit dem Frühjahr anders.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Rüdiger Soldt

          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Der Lungenarzt Christian Karagiannidis hat das Intensivbettenregister der Ärztevereinigung Divi mit auf den Weg gebracht. Es sollte jederzeit zeigen, ob es genügend Behandlungsmöglichkeiten für Patienten mit schweren Covid-19-Verläufen gibt. Seitdem kann sich im Internet jeder selbst ein Bild machen. Man erfährt dort, dass es derzeit bundesweit etwas mehr als 30.000 Intensivbetten gibt, von denen an die 21.000 belegt sind. Am Dienstag lagen 1470 Covid-Patienten auf deutschen Intensivstationen, von denen 688 künstlich beatmet wurden. Das klingt nach wenig. Doch die Kurve weist nach oben (siehe Grafik).

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