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Corona-Warn-App : Ministerien melden technische Probleme bei Diensthandys

  • Aktualisiert am

Corona-Warn-App der Bundesregierung: Technische Probleme in Ministerien Bild: dpa

Die Bundesregierung will, dass zur Pandemie-Bekämpfung möglichst viele Menschen die Corona-Warn-App nutzen. Doch ausgerechnet in Bundesministerien ist das oft gar nicht möglich.

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          Mit der sogenannten Corona-Warn-App gibt es in mehreren Bundesministerium technische Probleme. Viele Mitarbeiter können dort die App auf ihren Diensthandys laut einem Zeitungsbericht nicht installieren. Wie die „Bild am Sonntag“ berichtet, sind im Bundesfinanzministerium (BMF), im Bundesministerium für Entwicklung und Zusammenarbeit (BMZ), im Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) und im Staatsministerium für Kultur und Medien (BKM) Mobiltelefone im Einsatz, die die App der Bundesregierung nicht unterstützen.

          Beim BMZ ist die App dem Bericht zufolge nur auf 30 Prozent der Dienst-Handys installierbar. Dort sind viele ältere Smartphone-Modelle im Einsatz, deren Betriebssystems die App nicht unterstützt. Ein Sprecher teilte der Zeitung mit: „Das BMZ gibt eine lange Laufzeit der Geräte vor, um im Einklang von Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit Kosten sowie Umweltbelastung durch Elektroschrott gering zu halten.“ 

          Bluetooth „aus Sicherheitsgründen“ deaktiviert

          Beim BKM sind offenbar nur 10 von insgesamt 90 Dienst-Handys Warn-App-fähig. 65 Mobilgeräte im Ressort seien keine app-fähigen Smartphones sondern dienten ausschließlich der Telefonie, teilte ein Sprecher. Bei 20 Smartphones müsse außerdem die Bluetooth-Verbindung „aus Sicherheitsgründen“ ausgeschaltet werden. Die eingeschaltete Bluetooth-Verbindung ist aber Bedingung dafür, dass die Corona-Warn-App funktioniert. 

          Das BMF erklärte, es setze „Modelle unterschiedlicher Hersteller ein, die zum Teil den Einsatz der Corona-Warn-App zulassen“, nannte aber keine Zahlen. „Alle beteiligten Stellen arbeiten daran, den Einsatz der App zeitnah auf sämtlichen Geräten zu ermöglichen“, hieß es aus dem Ministerium. Beim BMEL sind noch 10 von 150 Dienst-Smartphones nicht Warn-App-fähig, sollen aber in den kommenden Tagen ausgetauscht werden.

          Die FDP-Abgeordnete Daniela Kluckert kritisierte in der „Bild am Sonntag“: „An allen Ecken und Enden hängen wir bei der Digitalisierung um Jahre zurück. Die Coronakrise zeigt das wie in einem Brennglas“, sagte sie. Deutschland brauche die Corona-Warn-App zur Bekämpfung des Virus. „Es ist eine Farce, dass sie nicht auf den Smartphones der Mitarbeiter der Ministerien installierbar ist. Was die Bundesregierung von der Bevölkerung erwartet, muss mindestens für die eigenen Mitarbeiter gelten.“

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