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Polizei und Corona : Wenn die Bar heimlich auf hat

Haben alle geschlossen? Polizeipatrouille in Berlin am Mittwoch Bild: Reuters

Corona trifft auch die Polizei: Die Beamten arbeiten in neuen Schichtsystemen, um die Zahl der Infizierten gering zu halten und einsatzfähig zu bleiben. Und müssen gegen Clubs und Bars vorgehen, die sich nicht an die neuen Regeln halten.

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          Am Montagabend, als Bundeskanzlerin Angela Merkel in Berlin verkündete, dass Bars, Clubs, Museen und Fitnessstudios wegen der Corona-Pandemie schließen müssen, trafen sich im Prinzenpark in Braunschweig bei schönstem Frühlingswetter die Jugendlichen, tranken Alkohol, schwätzten miteinander und ließen Feuerwerkskörper knallen. Man musste den Eindruck bekommen: Da trifft sich jemand absichtlich in Zeiten der sozialen Distanzierung und macht Party.

          Mona Jaeger

          Redakteurin in der Politik.

          Timo Steppat

          Redakteur in der Politik.

          Markus Wehner

          Politischer Korrespondent in Berlin.

          Die Polizei rückte mit mehreren Fahrzeugen an, nahm Personalien auf und erteilte Platzverweise. In diesen Zeiten ist das ganz leicht: Ein Hinweis auf die aktuelle Lage und die Gefahrenabwehr reicht. Auch in vielen anderen Parks der Republik, etwa in Berlin, kam es zu solchen Partys. In einem Park in Dahlem tanzten Abiturienten eng umschlungen im Kreis, auf dem Rasen lagen zwei Dutzend Bierflaschen. Wenn die Polizei solche Dinge mitbekommt, schreitet sie ein. Wenn es mehr als 50 Personen sind, kann sie die Ansammlung sofort auflösen. Doch wie hat sich die Arbeit der Polizei unter den Bedingungen der Corona-Krise überhaupt verändert?

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