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Ethikrat zur Pandemie : Was will die Politik – Hoffnung oder nur Gehorsam?

Wie lange muss Hilfe auf Abstand organisiert werden? Vielerorts unterstützen jüngere Nachbarn die Älteren beim Einkaufen – wie hier in Essen. Bild: dpa

Der Ethikrat stützt die deutsche Corona-Politik. Doch er dringt auf eine „Öffnungsperspektive“. Und er stellt die richtige Frage: Was hieße die Freiheit der Gesunden für die Risikogruppen?

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          Viele der Empfehlungen des Ethikrats zur Corona-Pandemie waren schon Anliegen der Politik, als er seine Stellungnahme vorlegte, oder sind in den vergangenen Tagen dazu geworden: mehr Plätze in den Krankenhäusern, nationale Koordinierung der Intensivbetten, mehr Corona-Tests, Untersuchung des Infektionsgeschehens, Maßnahmen zur Vorbeugung.

          All das stellen weder Politik noch Ethikrat unter die Prämisse, den „Lockdown“ möglichst schnell wieder aufzuheben. Oberstes Ziel ist es vielmehr, die Ärzteschaft vor der „Triage“ zu bewahren, also den medizinischen Notstand zu verhindern.

          Doch auch der Ethikrat hält, unabhängig davon, eine „Öffnungsperspektive“ für vordringlich. Das hat sein Vorsitzender, der Theologe Peter Dabrock, jetzt noch einmal betont. Eine „Exit-Strategie“ unterdrücken oder für schädlich erklären zu wollen, wie es in den vergangenen Tagen von mancher Seite versucht wurde, gibt den Kontaktverboten nicht unbedingt mehr Glaubwürdigkeit.

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