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Corona und CDU : Die Stunde des Armin Laschet

Ein Mann sucht sein Profil: Armin Laschet Bild: Picture-Alliance

Die Kritiker werden plötzlich ganz leise: Wie der neue CDU-Vorsitzende seinen Kurs in der Pandemie durchsetzte und trotzdem ein Freund Angela Merkels blieb.

          7 Min.

          Eins ist belegt: Armin Laschet ist gut vorangekommen in den letzten Tagen. Die Linie, die er im Kampf gegen die Pandemie vertritt, hat sich Zentimeter für Zentimeter durchgesetzt, und jeder Schritt steht schwarz auf weiß auf amtlichem Papier – in der dichten Folge von Textentwürfen, die dem Abschlussdokument des Corona-Gipfels vom Mittwoch vorausgegangen sind. Am Abend dieses Tages nämlich haben die Ministerpräsidenten der Länder zusammen mit der Kanzlerin eine Richtung eingeschlagen, für die Laschet schon fast so lange eintritt, wie es das neue Virus in Europa gibt. Zuerst hat er für seinen Ansatz noch als Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen geworben, später dann als Vorsitzender der CDU und Kanzlerkandidat in spe.

          Konrad Schuller
          Politischer Korrespondent der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung in Berlin.

          In den Tagen vor der Entscheidung war eine eng getaktete Serie von Textvorschlägen durchgesickert, und jeder ging beim Lockern ein Stück weiter als der vorige. Wo das Dokument vom 1.März noch maximal eine Person je 20 Quadratmeter für Blumenläden vorsah, erlaubte die Version vom 3.März sieben Uhr 30 schon das Doppelte. Und als dann um 14 Uhr ein weiterer Entwurf folgte, kam gleich der nächste Schritt. Die begrenzte Öffnung des Einzelhandels stand jetzt schon in Stufe vier des Lockerungsplans statt wie vorher in Stufe fünf. So ging das weiter.

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