https://www.faz.net/-gpf-ae9zm
Bildbeschreibung einblenden

Gilt ab Sonntag : Kabinett beschließt Testpflicht für ungeimpfte Reiserückkehrer

Ab diesem Sonntag müssen alle Menschen ab zwölf Jahren bei ihrer Einreise nachweisen können, dass bei ihnen das Übertragungsrisiko verringert ist. Bild: dpa

Von Sonntag an gilt für Personen, die nach Deutschland einreisen, eine neue Corona-Reiseverordnung. Die neu beschlossene Nachweispflicht greift unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.

          1 Min.

          Das Bundeskabinett hat am Freitag eine neue Corona-Einreiseverordnung beschlossen. Demnach müssen alle Personen, die aus dem Ausland nach Deutschland einreisen, nachweisen, dass sie nicht mit dem Virus infiziert oder anderweitig geschützt sind. Ein aktueller negativer Test sowie die Nachweise eines vollständigen Impfschutzes oder einer durchlittenen Infektion sind dabei gleichermaßen gültig. Die Anforderung, ein entsprechendes Dokument mitzuführen, gilt unabhängig vom gewählten Verkehrsmittel.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Reiserückkehrer, die sich nicht an die neuen Corona-Regeln halten, müssen mit einer Geldbuße von bis zu 25.000 Euro rechnen. Die Verordnung tritt an diesem Sonntag in Kraft. „Alle nicht geimpften Einreisenden nach Deutschland müssen sich künftig testen lassen – egal ob sie mit dem Flugzeug, Auto oder der Bahn kommen“, sagte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Freitag. „Damit reduzieren wir das Risiko, dass zusätzliche Infektionen eingetragen werden. Geimpfte und Genesene brauchen keinen Test.“

          Zudem weist die Bundesregierung fortan nur noch zwei Arten von Risikogebieten aus, dies sind Hochrisiko- und Virusvariantengebiete. Ungeimpfte Rückkehrer aus Hochrisikogebieten müssen zehn Tage in Quarantäne, können sich aber nach fünf Tagen freitesten. Rückkehrer aus einem Virusvariantengebiet müssen sich zwei Wochen lang absondern.

          Wegen der sinkenden Impfbereitschaft wollen die Bundesländer massenhaft ungenutzten Impfstoff an den Bund zurückgeben, bevor er verfällt. Das betrifft vor allem überzählige Einheiten des Impfstoffs von AstraZeneca. Nach Recherchen der F.A.Z. geht es um mindestens 822.000 Dosen, die ins Ausland exportiert werden sollen. Die Gesundheitsministerien mehrerer Länder konnten am Freitag noch nicht sagen, wie viel Impfstoff sie zurückgeben. Die Zahl dürfte also noch steigen.

          Unterdessen hat die Landesimpfkommission in Sachsen eine Corona-Impfung für Kinder ab zwölf Jahren empfohlen. In die neue Bewertung seien Daten aus den Vereinigten Staaten und Israel eingeflossen, schreibt die Kommission. Damit weicht Sachsen von der kritischen Haltung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut ab.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Zollfahndung im Einsatz in Köln

          Ermittlungen gegen die FIU : Kapitulation vor den Geldwäschern

          Die Spezialeinheit FIU versagt in der Aufdeckung. Das kann nun auch Finanzminister und Kanzlerkandidat Olaf Scholz schaden. Seit Jahren ist die Zahl der verfolgten Geldwäsche-Delikte rückläufig.
          Armin Laschet am Samstag in Warendorf

          Bundestagswahl : Was Laschet falsch macht und was richtig

          Der Kandidat der Union will auf einer Welle des Vertrauens ins Kanzleramt reiten. Das ist ein wenig, als würde die Bahn mit Pünktlichkeit werben. Oder Tinder mit ewiger Treue.
          Blick vom Parlamentsberg auf Kanadas Hauptstadt Ottawa

          Riskante Wette : Trudeau gegen Kanadas Trump

          Der Regierungschef will die Wahl zum Referendum über seine Pandemie-Politik machen. Hat er sich damit verzockt? Es scheint auf jeden Fall eng zu werden.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.