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Streit über epidemische Lage : Am Ende doch ein Scheidungskrieg

Ernster denn je: Jens Spahn (CDU) will als geschäftsführender Gesundheitsminister nicht für den Kurs der Ampelparteien geradestehen. Bild: Imago

Der Umgang mit der Pandemie reißt einen tiefen Graben zwischen der Union und der SPD-geführten Ampel. Die neuen Koalitionspartner sind sich einig, die epidemische Lage nicht noch einmal zu verlängern. Die Union kämpft genau dafür.

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          Der Machtwechsel von der CDU zur SPD, von Angela Merkel zu Olaf Scholz ist lange Zeit erstaunlich ruhig verlaufen. Merkel und Scholz bekräftigten diesen Eindruck noch, als sie am Donnerstagvormittag während der Bundestagsdebatte über die Reform des Infektionsschutzgesetzes die Regierungsbank verließen und für ein paar Minuten vor aller Augen zum vertraulichen Gespräch verschwanden.

          Helene Bubrowski
          Politische Korrespondentin in Berlin.
          Eckart Lohse
          Leiter der Parlamentsredaktion in Berlin.
          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Doch der Eindruck täuscht. Knapp zwei Monate nach der Bundestagswahl und kurz vor der geplanten Wahl von Scholz zum nächsten Kanzler bricht in Berlin auseinander, was nach drei Großen Koalitionen nicht mehr zusammengehören kann. Wären die Corona-Zahlen weniger dramatisch, hätte sich vielleicht ein anderes Thema gefunden, vielleicht die Flüchtlinge, die über Belarus kommen. Doch angesichts einer heftigen vierten Welle ist es naheliegend, dass der Scheidungskrieg zwischen der Union auf der einen Seite und der SPD mit ihren neuen Partnern Grüne und FDP auf der anderen Seite sich um den Kampf gegen die Pandemie dreht.

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