https://www.faz.net/-gpf-ag27z

Inzidenz-Rückgang gestoppt : Spahn erwartet Impfstoff-Zulassung für Kinder unter zwölf

  • Aktualisiert am

Mit Maske sitzt Jens Spahn zu Beginn einer Pressekonferenz am Tisch. Bild: Wolfgang Kumm/dpa

Mit 3736 Corona-Neuinfektionen laut RKI steigt die Sieben-Tage-Inzidenz wieder leicht auf 71,0. Der Gesundheitsminister rechnet mit neuen Impfmöglichkeiten Anfang 2022.

          2 Min.

          Der Abwärtstrend bei den Corona-Infektionszahlen ist vorerst gestoppt. Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz an sechs Tagen hintereinander gefallen war, stieg sie nun wieder leicht. Das Robert Koch-Institut (RKI) gab den Wert der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner und Woche an diesem Montagmorgen mit 71,0 an. Zum Vergleich: Am Vortag hatte der Wert bei 70,5 gelegen, vor einer Woche bei 81,9.

          Die Gesundheitsämter in Deutschland meldeten dem RKI binnen eines Tages 3736 Corona-Neuinfektionen. Vor einer Woche hatte der Wert bei 5511 Ansteckungen gelegen.

          Deutschlandweit wurden den neuen Angaben zufolge binnen 24 Stunden 13 Todesfälle verzeichnet. Vor einer Woche waren es 12 Todesfälle gewesen. Die Zahl der Menschen, die an oder unter Beteiligung einer nachgewiesenen Infektion mit dem Virus Sars-CoV-2 gestorben sind, stieg damit auf 92.971.

          Das RKI zählte seit Beginn der Pandemie 4.145.852 nachgewiesene Infektionen mit Sars-CoV-2. Die tatsächliche Gesamtzahl dürfte deutlich höher liegen, da viele Infektionen nicht erkannt werden. Die Zahl der Genesenen gab das RKI mit 3.897.800 an.

          Die Zahl der in Kliniken aufgenommenen Corona-Patienten je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen gab das RKI zuletzt am Freitag mit 1,89 an (Vortag: 1,87). Ein Wochen- oder Monatsvergleich ist wegen einer hohen Zahl an Nachmeldungen nicht möglich.

          Ein bundesweiter Schwellenwert, ab wann die Lage kritisch zu sehen ist, ist für die Hospitalisierungs-Inzidenz unter anderem wegen großer regionaler Unterschiede nicht vorgesehen. Der bisherige Höchstwert lag um die Weihnachtszeit bei rund 15,5.

          Spahn erwartet Impf-Zulassung für junge Kinder

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn erwartet Anfang kommenden Jahres die Zulassung eines Corona-Impfstoffs für die Jüngsten. „Ich gehe davon aus, dass die Zulassung für einen Impfstoff für Kinder unter zwölf Jahren im ersten Quartal 2022 kommt“, sagte er den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dann könnten wir auch die Jüngeren noch besser schützen.“ Der CDU-Politiker wies zugleich darauf hin, zwischen der Zulassung und einer Impfempfehlung durch die Stiko könne dann noch einmal Zeit vergehen.

          BioNTech zum Beispiel hatte vor wenigen Tagen angekündigt, in den kommenden Wochen die Zulassung seines Corona-Impfstoffs für Kinder im Alter zwischen fünf und elf Jahren zu beantragen. Studienergebnisse liegen demnach bereits vor und müssen nur noch für die Zulassungsbehörden aufbereitet werden. Die Europäische Arzneimittel-Agentur (EMA) hatte mitgeteilt, sie könne noch keinen Zeitrahmen für eine mögliche Zulassung nennen. Die Produktion wird vom Unternehmen bereits vorbereitet.

          Spahn sprach sich außerdem für bundesweit einheitliche Corona-Regeln für Veranstalter aus. Es sei „mal wieder sehr verwirrend, dass jedes Bundesland seinen eigenen Weg geht“, sagte er. „Ideal wäre, wenn sich alle Länder auf das 2G-Modell als Option einigen.“ Es gebe für Konzerte oder Veranstaltungen aktuell 16 unterschiedliche Regeln.

          In immer mehr Bundesländern werden derzeit 2G-Optionsmodelle für Betriebe aus den Kultur- und Dienstleistungsbranchen eingeführt. Bei 2G-Optionsmodellen können Gastronomen und Veranstalter den Zugang freiwillig auf Geimpfte und Genesene beschränken. Alle Kunden, die lediglich einen Coronatest vorweisen können, dürfen dann nicht eingelassen werden. Im Gegenzug entfallen in der Regel Masken- und Abstandsregeln.

          Weitere Themen

          Topmeldungen

          Die Richter des Zweiten Senats des Bundesverfassungsgerichts am 12. Oktober 2021 in der Karlsruher Messehalle

          Parteien und ihre Stiftungen : Was darf Politik kosten?

          Bei der Parteienfinanzierung haben Grüne, FDP und Linkspartei rechtsstaatliches Engagement bewiesen. Das wäre auch im Umgang mit Stiftungen nötig. Die Zuwendungen sind schließlich üppig und noch immer fehlt ein Gesetz.

          Erste Rede von Bärbel Bas : Respekt für die Bürger

          Der Bundestag wählt Bärbel Bas zu seiner Präsidentin. Sie wirbt für mehr Bürgernähe – und fordert, endlich eine Wahlrechtsreform anzugehen, „die den Namen verdient“. Bei der Wahl ihrer Stellvertreter fällt der AfD-Kandidat durch.

          Neue Häuser : Ein Hoch auf das Schachtelprinzip!

          Einst Gemüselager, heute Loft: Nach dem Umbau zeigt sich eine Halle in Aschaffenburg von ihrer wohnlichen Seite. Und das ganz ohne Wände.

          Newsletter

          Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
          Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.