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Lukrative Corona-Schnelltests : Golden glänzt das Wattestäbchen

Corona-Schnelltest (Archivbild) Bild: dpa

Für Corona-Schnelltests wurde lange Zeit außerordentlich gut bezahlt. Die Massentests spülten gemeinnützigen Organisationen wie dem Roten Kreuz viel Geld in die Kassen.

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          Seit Anfang Juli brechen viele private und gemeinnützige Organisationen ihre weißen Testzelte ab. Das zunächst außerordentlich einträgliche Geschäft lohnt sich immer weniger, die Nachfrage ist rückläufig. Ob die Testkapazitäten reichen, wenn die Reiserückkehrer aus Italien, Spanien oder Slowenien Anfang September aus dem Urlaub kommen, wird sich zeigen. Jedenfalls haben sich die Corona-Schnelltests bereits jetzt finanziell gelohnt, zum Beispiel für das Deutsche Rote Kreuz (DRK) in Baden-Württemberg. Klaus Stock, DRK-Geschäftsführer in Tübingen, macht daraus kein Geheimnis: „Bei uns ist einiges an Gewinn hängen geblieben. Wir konnten etwa 1,6 Millionen Euro einnehmen, wir hatten auch Personalkosten, dennoch bleibt uns wahrscheinlich etwa eine halbe Million Euro.“ Bei einer Bilanzsumme von 14 Millionen Euro des DRK-Kreisverbandes ist das beträchtlich.

          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.

          Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) wollte Anfang des Jahres schnell ein niedrigschwelliges und effizientes Testsystem aufbauen. Das führte dazu, dass nicht nur DRK, Johanniter oder professionelle Laborunternehmen im rasanten Tempo Testzentren aufbauten, sondern auch der Fliesenleger an der Ecke oder der Betreiber eines Fitnessstudios. „Mit acht Euro hätte sich das auch noch gerechnet“, sagt Stock über die gute Corona-Test-Rendite.

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