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Schnelltest vor Weihnachten : Freitesten für die Feiertage?

Schnelltests, wo sonst gefeiert wird: Im Berliner KitKat-Club Bild: dpa

Fachleute sehen Schnelltests zu Weihnachten kritisch. An welcher Stelle sie sinnvoll sind – und wie sie im kommenden Jahr helfen können, in die Normalität zurückzufinden.

          5 Min.

          Allein sein, das ist für viele Menschen keine Option für das bevorstehende Fest. Sie wollen, dass die Familie – im Rahmen des Erlaubten – an Weihnachten zusammenkommt. Kann man sichergehen, dass dabei niemand das Coronavirus unwissentlich an andere weitergibt? Die große Versuchung heißt: Erst testen, danach unbekümmert feiern. Corona-Schnelltests sollen es richten. Doch taugen die überhaupt dafür, sich schnell freizutesten für die Feiertage?

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.
          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Tatsächlich ist in den vergangenen Wochen der Ruf nach den preiswerten Antigen-Schnelltests, die in weniger als einer halben Stunde ein Ergebnis liefern, immer lauter geworden. Zuerst wurden Antigentests Kassenleistung, dann kündigte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eine Bestellung von sechzig Millionen Schnelltests an. Auch die neue nationale Teststrategie enthält sie als wichtiges Element, und mit der Novellierung des Infektionsschutzgesetzes im November wurde festgelegt, dass neben Ärzten auch anderes medizinisches Personal solche Tests vornehmen kann. Zuletzt, Anfang Dezember, wurde auf Wunsch Spahns auch die Medizinprodukte-Abgabe so geregelt, dass sogar Lehrer und Erzieher in Kitas und Schulen die Tests nach einer entsprechenden Einweisung vornehmen können. Nur bei Heimtests zögert man, dafür gibt es einen grauen Markt, und auch Apotheker sind nicht legitimiert, die Abstriche zu nehmen. Noch nicht.

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