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Corona-Regeln in Pflegeheimen : Geimpft und doch gefährlich?

In Frankfurts Pflegeheimen mehren sich die Infektionen. Die Impfungen sind derweil noch unzureichend. Bild: Frank Röth

Pflegeheimbewohner sollen nach der Impfung mehr Besuch bekommen können, doch von der Testpflicht wollen Bund und Länder noch lange nicht abrücken. Das halten manche für übertrieben.

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          Folgt man den Zahlen, dann müsste es einen Ort geben, an dem die Corona-Pandemie praktisch überwunden ist. Als die Ständige Impfkommission ihre Prioritätenliste aufstellte, setzte sie die eine Million Pflegebedürftigen an die erste Stelle. In den gut 15.000 Heimen begann die Impfkampagne der Bundesregierung denn auch kurz nach Weihnachten – und inzwischen meldet das Robert-Koch-Institut Erfolge.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.

          Bis Dienstag hatten 921.000 Heimbewohner eine Erstimpfung gegen das Coronavirus erhalten, etwa 716.000 waren schon vollständig geimpft. Und doch dämpften Bund und Länder bei ihren jüngsten Beratungen die Hoffnung auf eine schnelle Rückkehr zur Normalität in den Heimen. Dieser Erwartung, so heißt es im Beschluss vom frühen Dienstagmorgen, stehe die „Unsicherheit“ gegenüber, ob Geimpfte das Virus verbreiten könnten. Dies soll nun durch das Robert-Koch-Institut wissenschaftlich geklärt werden.

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