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Kritik an Maßnahmen : Festival der Wahnparolen

  • -Aktualisiert am

Protest mit Eventcharakter: Kundgebung gegen Corona-Maßnahmen in Stuttgart Bild: dpa

Die Proteste gegen die Corona-Politik sind bunt. Da treffen sich Esoteriker, Impfgegner und immer mehr Rechte. Vor allem die AfD hat die Pandemie als Mobilisierungsthema entdeckt. Sie setzt einmal mehr auf das „Pegida“-Rezept.

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          Deutschland gibt Rätsel auf in der Corona-Krise. Virologen, Epidemiologen und Politiker aus aller Welt loben Angela Merkel und Deutschland für eine erfolgreiche Eindämmung des für schon mehr als 350.000 Menschen tödlichen Virus. Doch hierzulande wächst auch aus der Mitte der Gesellschaft eine (noch) überschaubare, lautstarke Protestbewegung gegen die staatlichen Maßnahmen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie heran – befeuert von einer kruden Mischung aus Verschwörungstheoretikern, Esoterikern, Impfgegnern, linksradikalen Kapitalismusgegnern und zunehmend Rechtsextremen, mit der AfD und womöglich russischen Trollen als Anheizern.

          In London, Paris, Madrid und Rom gibt es keine vergleichbaren Proteste aufgebrachter Bürger gegen die strikten Corona-Maßnahmen ihrer konservativen, liberalen oder sozialistischen Regierungen. Dort fallen die oft antisemitisch gefärbten Verschwörungserzählungen über Bill Gates oder George Soros als angebliche Urheber und Profiteure der Covid-19-Pandemie (jedenfalls noch) nicht auf derart fruchtbaren Boden wie in Stuttgart, München oder Berlin.

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