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Jasper von Altenbockum (kum.)

Fragwürdige Krisenpolitik : Keine klare Linie gegen das Virus

Die zwei Schulen der Pandemiebekämpfung: Wegsperren und Einkaufsbummel versus Infektionsbekämpfung und Lockdown. Ist es wirklich so einfach? Angela Merkel verkündet am 13. Dezember im Bundeskanzleramt den „harten“ Lockdown. Bild: dpa

Weder genug Schutz für Alte und Pflegefälle noch eine kraftvolle Digitalstrategie für den Rest der Bevölkerung: In der Pandemie schießt Merkels Regierung mit der Bazooka, ohne das richtige Objekt zu treffen.

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          Mit einer erstaunlichen Gegenüberstellung hat die Bundeskanzlerin in dieser Woche ihre Politik verteidigt. Es gebe zwei „Schulen“ in der Bekämpfung der Corona-Pandemie, sagte sie gegenüber Studierenden: Die eine wolle besonders gefährdete Gruppen „wegsperren“, damit der Rest der Gesellschaft unbeschwert seinen Einkaufsbummel machen könne; die andere wolle alles tun, um die Infektionszahlen zu senken – besonders die in „vulnerablen“ Gruppen.

          Keine Frage, zu welcher Schule sich Angela Merkel rechnet. Keine Frage aber auch, dass sie die konkurrierende Schule ausgesprochen verzerrt darstellte.

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