https://www.faz.net/-gpf-a79dx
Bildbeschreibung einblenden

Corona-Politik : Das Regierungsdilemma der FDP in Nordrhein-Westfalen

Nordrhein-Westfalens stellvertretender Ministerpräsident Joachim Stamp (FDP) Bild: dpa

Auf Bundesebene kann die FDP die Corona-Politik munter kritisieren. Sie muss nur aufpassen, dass sie nicht klingt wie die AfD. Aber als Regierungspartei in NRW muss sich so manche vollmundige Aussage still hinunterschlucken.

  • -Aktualisiert am
          3 Min.

          „Das Virus ist eine demokratische Zumutung.“ Mit diesem Satz hat Kanzlerin Angela Merkel den Zwiespalt früh, etwas holprig aber doch prägnant, beschrieben: Zur Bekämpfung der tückischen Corona-Pandemie sind gravierende Kontakt- und damit schmerzliche Grundrechtsbeschränkungen nötig. Kaum eine Entscheidung sei ihr so schwergefallen wie die Einschränkung persönlicher Freiheitsrechte, sagte Merkel im April in einer Regierungserklärung.

          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.

          Die FDP hat sich 2017 zwar entschieden, im Bund lieber nicht mitzuregieren. Herausfordernd ist die Corona-Lage gleichwohl auch für sie. Die Freien Demokraten verstehen sich (auch) als Bürgerrechtspartei, die für ein Maximum an Freiheit kämpft und den Anspruch hat, hellwach zu sein, wenn der Staat zu heftig regulierend eingreift.

          Testen Sie unser Angebot.
          Jetzt weiterlesen.
          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+
          Im Mai hielt Jan Veil zum ersten Mal eine Rede bei einer Kundgebung.

          Beweggründe für den Protest : Wie ein Linker zu den „Querdenkern“ kam

          Jan Veil sieht sich als Linker, er kämpft für Volksentscheide und hat lange die Grünen gewählt. Seit Mai nimmt er regelmäßig an „Querdenken“-Demonstrationen teil und hält dort immer wieder Reden. Was hat ihn dazu bewogen?