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Das planen die Bundesländer : Wann Schulen und Kitas wieder öffnen

  • Aktualisiert am

Düsseldorf: Zwei Kinder schauen sich in dem Ortsteil Knittkuhl vor einer Grundschule gemalte Bilder an. Bild: dpa

Grundsätzlich sind sich Bund und Länder einig, in welcher Reihenfolge sie Kindern und Jugendlichen den Weg zurück in den Alltag ebnen wollen. Im Detail aber gibt es einige Unterschiede. Ein Überblick.

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          Wir haben einen Grad an Einheitlichkeit erreicht, der in einem föderalen System fast schon an ein Wunder grenzt“, sagte Bundeskanzlerin Angela Merkel am Mittwoch nach der Einigung von Bund und Ländern über die Lockerungen der Einschränkungen im Zuge der Corona-Pandemie. Was den Nachwuchs angeht, gibt es dessen ungeachtet große Unterschiede. Millionen Eltern fragen sich, wann sie ihre Kinder wieder in die Schule, die Krippe oder den Kindergarten schicken können.

          Die Bundesländer wollen die Sache unterschiedlich schnell angehen. Grundsätzlich wurde entschieden, dass der Schulbetrieb ab dem 4. Mai schrittweise wieder aufgenommen wird, zunächst prioritär für Abschlussklassen und „qualifikationsrelevante Jahrgänge“ sowie für die letzte Klasse der Grundschule. Einzelne Länder können aber von dem Termin abweichen, was auch durch die unterschiedlichen Ferienzeiten bedingt ist. Prüfungen und Prüfungsvorbereitungen der Abschlussklassen des laufenden Schuljahres sollen wieder stattfinden können.

          Die Kultusministerkonferenz soll bis zum 29. April ein Konzept vorlegen, das aufzeigt, wie der Unterricht insgesamt wieder anlaufen kann. Es geht darin um Hygiene- und Schutzmaßnahmen wie ein Abstandsgebot oder kleinere Lerngruppen. Im Gespräch ist auch ein Schichtsystem, bei dem die Klassen in zwei Gruppen geteilt und im wöchentlichen Wechsel unterrichtet würden.

          Die Besitzer bleiben vorerst weiter daheim: Zahnputzbecher mit Namen von Kindern im Bad des Kindergartens Regenbogenin Frankfurt an der Oder.
          Die Besitzer bleiben vorerst weiter daheim: Zahnputzbecher mit Namen von Kindern im Bad des Kindergartens Regenbogenin Frankfurt an der Oder. : Bild: dpa

          Die Kitas bleiben vorerst grundsätzlich geschlossen. Die Notbetreuung wird fortgesetzt und auf weitere Berufs- und Bedarfsgruppen ausgeweitet. An den Hochschulen sollen neben der Abnahme von Prüfungen auch wieder Praxisveranstaltungen stattfinden dürfen, allerdings nur eingeschränkt, wenn dafür spezielle Labor- und Arbeitsräume nötig sind. Bibliotheken und Archive dürfen unter strengen Hygiene- und Abstandsauflagen wieder öffnen.

          Was die einzelnen Bundesländer für ihre Schulen planen

          Die Schulen in Baden-Württemberg bleiben für die meisten Klassen sowie die Hochschulen und Kindergärten geschlossen. Vom 4. Mai an beginnt der Unterricht stark eingeschränkt und schrittweise mit den Klassen aller allgemeinbildenden Schulen, bei denen in diesem oder im nächsten Jahr die Abschlussprüfungen anstehen, sowie mit den Abschlussklassen der beruflichen Schulen. In einem nächsten Schritt sollen die Viertklässler an die Grundschulen zurückkehren. Ein Datum nannte die Landesregierung bislang noch nicht.

          In Bayern sollen ab dem 27. April die Abschlussklassen an den Gymnasien, Real- und Mittelschulen wieder zurück an die Schulen dürfen, ebenso Meisterklassen. Ab 11. Mai sollen dann an diesen Schulen die Jahrgänge folgen, die im kommenden Jahr ihren Abschluss machen werden, also etwa die derzeitigen Elftklässler an Gymnasien und die aktuellen Neuntklässler an Realschulen - und wohl die Viertklässler. Wann alle übrigen Jahrgänge zurück an die Schulen dürfen, ist demnach noch offen. Auch die Kitas sollen zunächst geschlossen bleiben - das hatte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Mittwoch in Berlin nach der Schalte von Bund und Ländern angekündigt. Das bayerische Kabinett berät am Donnerstag über den genauen Fahrplan für die kommenden Wochen.

          In Berlin sollen die Abiturprüfungen am kommenden Montag starten. Das kündigte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag an. Los gehe es zunächst mit dem Fach Latein, zwei weitere Prüfungen folgten dann im Lauf der Woche, sagte Scheeres dem RBB-Inforadio. Berlins Schulen sollen dann schrittweise ab der Woche darauf öffnen: „Wir in Berlin werden am 27. April in den 10. Klassen anfangen“, erklärte die Senatorin.„In den Grundschulen werden wir am 4. Mai mit der sechsten Klasse an den Start gehen“.

          In Brandenburg bleiben vorerst alle Schulen geschlossen. Ab dem 4. Mai sollen einige Klassen unter strengen Hygienevorschriften wieder unterrichtet werden. Das gilt zunächst für Schüler, die kurz vor dem Abschluss stehen.

          Die Schulen in Bremen werden vom 4. Mai an schrittweise wieder ihren Betrieb aufnehmen. Priorität hätten dabei Abschlussklassen von allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen sowie die vierten Klassen der Grundschulen. Über die Einzelheiten würden nun die Kultusminister beraten. Zu den offenen Fragen gehören unter anderem, unter welchen Hygienebedingungen der Unterricht stattfinden könne, ob er rotierend an abwechselnden Tagen abgehalten werde und wie groß die Schülergruppen sein dürften.

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