https://www.faz.net/-gpf-a046g

Pandemie-Lockerungen : So weit öffnen die Bundesländer ihre Schulen

  • Aktualisiert am

Mit Zustimmung der Schulleitung sowie unter Beachtung der Hygieneregeln können an allen Schulen ab sofort auch wieder Elternabende, -gespräche und Konferenzen stattfinden. Auch Zeugnisübergaben und Abschlussfeiern sind erlaubt. „Die Schüler haben sich einen würdigen Abschluss ihrer Schulzeit verdient“, sagte Sachsens Kultusminister Christian Piwarz (CDU). „Das wollen wir unter den gegebenen Umständen auch möglich machen.“ Zugleich kündigte Piwarz an, „spätestens nach den Sommerferien“ wieder in den kompletten Normalbetrieb zu wechseln. Abhängig vom Infektionsgeschehen könnte es aber auch schon Ende Juni dazu kommen. Die Sommerferien beginnen in Sachsen in diesem Jahr am 20. Juli. (lock.)

Sachsen-Anhalt

Bis 15. Juni sollen alle Grundschüler in den täglichen Unterricht zurückkehren, schon ab dem kommenden Montag wird in Sachsen-Anhalt in manchen Grundschulen damit begonnen. Seit Dienstag werden die Schüler aller Jahrgangsstufen in kleine Gruppen eingeteilt und abwechselnd wieder im Klassenzimmer unterrichtet. Ab dem 4. Mai durften alle wieder in die Schule, die 2021 ihren Abschluss machen, außerdem die vierten Klassen der Grundschulen. Zusätzlich folgten ab dem 6. Mai alle anderen Jahrgangsstufen nach Entscheidung der Schulleitungen, bis zu den Pfingstferien sollte allerdings jedes Kind die Schule einmal besucht haben. (jawa.)

Schleswig-Holstein

Im Umgang mit den Schulen war der Kurs in Schleswig-Holstein nicht immer ganz klar. Die Bildungsministerin Karin Prien (CDU) hatte vor einigen Wochen viel Aufmerksamkeit provoziert mit dem Vorschlag, das Abitur ausfallen zu lassen – sie zog ihn bald wieder zurück. Nun ist Kiel hingegen in die andere Richtung ambitioniert: Schon von nächstem Montag an soll es täglich wieder Unterricht in der Klasse an den Grundschulen geben. Abstandsregeln können dann nicht mehr eingehalten werden. In der letzten Woche vor den Ferien sollen darüber hinaus alle Schüler zumindest tageweise wieder im Klassenverband zusammenkommen. Zudem bereit man sich darauf vor, nach den Sommerferien Mitte August ein reguläres Schuljahr zu starten. (mawy.)

Thüringen

Die Thüringer Landesregierung hat es den Kommunen des Freistaats überlassen, ob und wann sie ihre Kindertageseinrichtungen wieder in Betrieb nehmen. Bisher haben gut 1100 der rund 1300 Kindergärten im Land wieder vom Not- auf eingeschränkten Regelbetrieb umgestellt. An den Thüringer Schulen wird seit Anfang Juni (und voraussichtlich bis zum Beginn der Sommerferien am 20. Juli) wieder unterrichtet – allerdings ebenfalls unter strengen Hygieneauflagen und damit unter erheblichen Einschränkungen. Die Schüler haben sowohl Präsenzzeiten in den Schulgebäuden, als auch Unterrichtszeiten zu Hause. Zudem hat es Bildungsminister Helmut Holter (Linke) Lehrern, die zur Corona-Risikogruppe zählen, freigestellt, ob sie im Schulgebäude unterrichten. In Thüringen trifft das auf rund ein Fünftel aller Lehrer zu. Wie viele von ihnen in den Schulunterricht kommen werden, ist noch unklar. Für das kommende Schuljahr kündigte die Landesregierung bereits den vollständigen Normalbetrieb an, sofern es die Infektionszahlen zulassen. Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hält es zudem für zwingend notwendig, dass sich Lehrer und Erzieher dann regelmäßig auf das Coronavirus testen lassen können. (lock.)

Weitere Themen

Macron soll bei Umsturz im Libanon helfen Video-Seite öffnen

Nach der Explosion : Macron soll bei Umsturz im Libanon helfen

Beim Besuch von Emmanuel Macron im zerstörten Beirut hat eine aufgebrachte Menschenmenge vom französischen Präsidenten Hilfe beim Sturz der libanesischen Regierung gefordert. Macron versprach, sich für Reformen einzusetzen.

Topmeldungen

Macrons Besuch im Libanon : Von Reue fehlt bislang jede Spur

In Beirut wird Emmanuel Macron wie ein Heilsbringer empfangen. Frankreichs Präsident verspricht Hilfe – und mahnt Reformen an. Doch nichts deutet darauf hin, dass in der Politik des Libanon eine neue Ära beginnt. Am Abend werden 16 Hafenmitarbeiter festgenommen.

Wirtschaftswunder Weiden : Von der Zonengrenze zu „Star Wars“

Weiden galt lange als Oberzentrum einer strukturschwachen Region. Nach dem Fall des Eisernen Vorhangs war die Oberpfalz nicht mehr „Zonenrandgebiet“. Mit Corona und Donald Trumps Abzugsplänen droht nun aber neues Ungemach.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.