https://www.faz.net/-gpf-a046g

Pandemie-Lockerungen : So weit öffnen die Bundesländer ihre Schulen

  • Aktualisiert am

Hamburg

In Hamburg sind die Schulen zwar für alle Jahrgänge wieder geöffnet, allerdings sind die Schüler nur fünf bis sechs Stunden in der Woche wieder in der Schulen und die Klassen in Gruppen aufgeteilt. Die meiste Zeit muss zu Hause gelernt werden. Schulsenator Ties Rabe (SPD) hat angedeutet, dass es nach den Sommerferien wieder einen normalen Schulbetrieb geben könnte. Die oppositionelle CDU kritisierte bereits die zögerliche Politik des Senats bei den Schulöffnungen. (mawy.)

Hessen

Hessen hat den letzten Schritt der Schulöffnungen am Dienstag gemacht. Seitdem dürfen auch alle Berufsschüler sowie die Jahrgangsstufen 1 bis 3 der Grundschulen und deren Vorklassen und Intensivklassen wieder in den Schulgebäuden lernen. Auch Vorkurse an Abendgymnasien und dem Hessenkolleg konnten am vergangenem Dienstag mit dem Präsenzunterricht beginnen. Schon am 27. April sind die Abschlussklassen zurückgekehrt, am 18. Mai die vierten Klassen und alle Stufen der weiterführenden Schulen. Es wird zwischen Präsenztagen an der Schule und Fernunterricht gewechselt. In Kitas gilt seit dem 2. Juni ein eingeschränkter Regelbetrieb. (jawa.)

Mecklenburg-Vorpommern

Auch in Mecklenburg-Vorpommern dürfen alle Kinder zwar wieder in die Schule, aber nicht an jedem Tag und nur in aufgeteilten Gruppen. Maximal 15 Menschen dürfen sich bislang in einem Raum maximal aufhalten. Bildungsministerin Bettina Martin (SPD) hatte jedoch am Mittwoch angekündigt, dass nach den Sommerferien im Nordosten der reguläre Schulbetrieb wieder aufgenommen werden soll – in festen Unterrichtsräumen mit festen Lehrern. (mawy.)

Niedersachsen

Die letzten Klassenstufen schickt die Landesregierung ab 15. Juni wieder in die Schule: Dann dürfen auch die Sechst-, Fünft-, und Erstklässler wieder in den Präsenzunterricht. Die Schüler aus den Abschlussjahrgängen 10 und 13 dürfen sich seit dem 27. April wieder auf den Schulweg machen. Seit dem 11. Mai wurde die Öffnung im Wochentakt ausgeweitet, den Anfang machte die 12. Stufe. Die dritte Grundschulklasse, die neunten Klassen sowie die Klasse 10 an Gymnasien folgten eine Woche später. Seit dem 25. Mai durfte die 11. Stufe wieder die Schultasche packen, seit dem 3. Juni sind auch Schüler der 2., 7. und 8. Klassen wieder dabei. „Der Zwei-Wochen-Rhythmus hat sich zum Schutz der Gesundheit aller Beteiligten bewährt und gibt den Schulen Planungssicherheit. Daher bleiben wir weiter in diesem Takt“, sagte Niedersachsens Kultusminister Grant Hendrik Tonne Mitte Mai. In Kitas gilt derzeit eine erweiterte Notbetreuung, die bis Mitte Juni zu einem eingeschränkten Regelbetrieb ausgebaut werden soll. Bis zur Sommerpause soll es jedoch keine Rückkehr zum Normalbetrieb geben. (jawa.)

Nordrhein-Westfalen

In Nordrhein-Westfalen kündigte Schulministerin Yvonne Gebauer (FDP) am Freitag an, dass alle der 600.000 Grundschüler des Landes vom 15. Juni an bis zu den Sommerferien wieder an allen Wochentagen die Schule besuchen werden. „Wenn es um die Bildung unserer Kinder geht, zählt jeder Tag“, sagte die Ministerin. Die Aufnahme des Regelbetriebs an Grundschulen sei auch nötig, damit sich die Lehrer einen Eindruck von den Schülern verschaffen könnten, bevor es in das nächste Schuljahr gehe. Ministerin Gebauer verwies auf die „deutlichen Empfehlungen und Appelle von Kinderärzten und entsprechenden medizinischen Fachgesellschaften, die sich für eine zügige und möglichst vollständige Öffnung von Kitas und Grundschulen aussprechen“.

Weitere Themen

Das sagt Bayerns Gesundheitsministerin zur Testpanne Video-Seite öffnen

Livestream : Das sagt Bayerns Gesundheitsministerin zur Testpanne

Wegen der Fehler bei der Übermittlung von Corona-Testergebnissen steht Melanie Huml in der Kritik. Die Landes-SPD fordert ihren Rücktritt. Verfolgen Sie die Pressekonferenz der Ministerin im Livestream.

Topmeldungen

Corona-Test-Panne in Bayern : Der erste Fleck auf der weißen Weste

Bisher gab es nur Lob für das Corona-Management des bayerischen Ministerpräsidenten. Doch die Zehntausenden verzögerten Testergebnisse bringen Markus Söder in Bedrängnis. Wollte er zu schnell zu viel?
Eine Aufnahme aus dem Jahr 2010 zeigt die roten Roben der Richter in Karlsruhe.

NS-Vergangenheit von Richtern : Rote Roben, weiße Westen?

Das Bundesverfassungsgericht will die Verflechtungen seiner ersten Richtergeneration mit dem nationalsozialistischen Regime erforschen lassen. Das ist überfällig – und eine gewaltige Herausforderung. Ein Gastbeitrag.

Newsletter

Immer auf dem Laufenden Sie haben Post! Abonnieren Sie unsere FAZ.NET-Newsletter und wir liefern die wichtigsten Nachrichten direkt in Ihre Mailbox. Es ist ein Fehler aufgetreten. Bitte versuchen Sie es erneut.
Vielen Dank für Ihr Interesse an den F.A.Z.-Newslettern. Sie erhalten in wenigen Minuten eine E-Mail, um Ihre Newsletterbestellung zu bestätigen.