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Pandemie-Lockerungen : So weit öffnen die Bundesländer ihre Schulen

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In der Hauptstadt müssen Eltern und Schüler noch auf den Regelbetrieb der Schulen warten. Nach den Sommerferien, die schon am 25. Juni beginnen, soll es dann am 7. August wieder losgehen, wie Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD) am Donnerstag mitteilte. Allerdings müsse das noch mit den Lehrerverbänden und Schulträgern abgestimmt werden. Bisher findet seit dem 27. April wieder immer mehr Präsenzunterricht an den Berliner Schulen statt, von einem Normalbetrieb ist man allerdings noch weit entfernt. An manchen Gymnasien gibt es derzeit zwei Stunden Unterricht am Tag. Ausgeschlossen ist, dass die Schulen schon vor den Ferien wieder in Normalbetrieb gehen – anders als die Kitas, die noch im Juni wieder für alle Kinder geöffnet werden sollen.

Das hat wohl auch damit zu tun, dass in der Hauptstadt, in der ohnehin Lehrermangel herrscht, viele Lehrer mit Vorerkrankungen bisher zu Hause geblieben sind. Auch wird darauf hingewiesen, dass es in Berlin mehr Corona-Fälle gebe als in anderen Ländern, etwa in Sachsen-Anhalt oder Schleswig-Holstein. Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller hatte vor wenigen Tagen gesagt, es sei nichts gewonnen, wenn man umgehend einen kompletten Schulbetrieb anbiete, der alsbald wieder geschlossen werden müsse. In den Sommerferien will Berlin Sommerschulen anbieten, damit Schülerinnen und Schüler Lernlücken schließen können – sie sollen für die erste und zweite Klasse und die Klassenstufen 7,8 und 9 gelten. (mwe.)

Brandenburg

Einen regulären Schulbetrieb will Brandenburg wie Berlin nach den Sommerferien Anfang August wieder einrichten. Das werde „vermutlich“ gelingen, sagte Bildungsministerin Britta Ernst (SPD), da die Infektionszahlen im Land niedrig seien. Zudem bekomme man „mehr und mehr wissenschaftliche Hinweise, dass Kinder keine besonders große Ansteckungsgefahr darstellen“, so Ernst. Normalbetrieb bedeute auch, dass dann der Abstand von 1,5 Metern wegfalle. Dennoch arbeite ihr Ministerium an verschiedenen Szenarien. Neben dem Normalbetrieb sei das eine verbesserte Verlängerung der heutigen Situation und auch ein Wechsel zwischen beiden Modellen, wenn die Infektionslage das erfordere. Das Ministerium habe mehr als 1160 neue Lehrkräfte für das nächste Schuljahr eingestellt, so dass ein Regelbetrieb gesichert werden könne. Doch stelle man sich auch darauf ein, dass es zu lokalen oder regionalen Schulschließungen kommen könne, wenn es neue Corona-Ausbrüche gebe. In den Kitas wird seit dem 25. Mai ein eingeschränkter Regelbetrieb angeboten. (mwe.)

Bremen

Seit dem 25. Mai sind die Jahrgänge 5, 6, 7 und 8 wieder in den Schulen vertreten, alle Bremer Schüler sollen an mindestens zwei Tagen oder acht Stunden pro Woche am Präsenzunterricht teilnehmen. Ab dem 15. Juni sollen immer die Hälfte der Schüler in den Schulen sein, in wechselnden Präsenzzeiten. Der normale Unterricht für die 10. Klassen hat in den Oberschulen am 27. April begonnen, genauso die Vorkurse der gymnasialen Oberstufe. Viertklässler konnten ab 4. Mai vier Stunden pro Woche in die Schule, seitdem sind auch Schüler in der Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe wieder zurück. Am 18. Mai wurden Kinder der 1., 2. und 3. Klassen wieder schrittweise in die Schulen geholt, die Präsenzzeit der Viertklässler auf zwei Tage pro Woche ausgebaut. Auch die 9. Jahrgänge der Oberschulen und die Schüler in der Einführungsphase der Gymnasialen Oberstufe sind seitdem an mindestens zwei Tagen pro Woche wieder in ihrer Schule. (jawa.)

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 Unsere Autorin: Anna-Lena Ripperger

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