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Für Hotels und Gastronomie : Länder wollen weitere Lockerungen des Shutdowns

  • Aktualisiert am

Menschenleer: Restaurants und Bars in der sonst so belebten Simon-Dach-Straße in Berlin-Friedrichshain Bild: dpa

Während die Kanzlerin zu größter Vorsicht bei der Lockerung der Corona-Maßnahmen mahnt, wollen Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Baden-Württemberg weitere Lockerungen durchsetzen.

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          Zusammen mit ihren Kollegen aus Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen will Baden-Württembergs Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut (CDU) weitere und vor allem einheitliche Lockerungen der Corona-Vorgaben durchsetzen. Vor allem Gastronomie und Hotels sollten eine Perspektive für die Zeit nach dem 4. Mai bekommen, aber auch im Einzelhandel müsse es weitere Möglichkeiten geben, teilte das Landeswirtschaftsministerium am Donnerstag mit.

          Ein entsprechendes Konzept der drei Länder soll bis zur nächsten Runde der Regierungschefs von Bund und Ländern in der kommenden Woche stehen. In einer Ministerkonferenz am Donnerstagnachmittag sollte zudem bei den übrigen Bundesländern für die Pläne geworben werden. Zuvor hatten mehrere Medien über die Initiative berichtet. „Gesundheitsschutz und differenzierte Öffnungsstrategien sind aus unserer Sicht möglich und dringend notwendig, um dem Gastgewerbe eine Zukunftsperspektive aufzuzeigen“, sagte Hoffmeister-Kraut.

          In ihrer Regierungserklärung hatte Kanzlerin Angela Merkel (CDU) am Donnerstag im Bundestag erklärt, sie trage die Beschlüsse von Bund und Ländern zu ersten Lockerungen der Auflagen vorbehaltlos mit. Sie betonte aber zugleich: „Ihre Umsetzung bislang bereitet mir Sorge.“ Das Vorgehen wirke mitunter „sehr forsch, um nicht zu sagen, zu forsch“. Dem folgte der Appell der Kanzlerin: „Lassen Sie uns jetzt das Erreichte nicht verspielen und einen Rückschlag riskieren.“ Erforderlich sei, „klug und vorsichtig“ zu handeln.

          Die jüngsten Zahlen des Robert-Koch-Instituts zum Infektionsgeschehen bewertete Merkel als Schritt in die richtige Richtung. „Das ist ein Zwischenerfolg.“ Man bewege sich aber auf „dünnstem Eis“, so die Kanzlerin. „Die Situation ist trügerisch.“ Noch sei Deutschland nicht über den Berg.

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