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Wirrwarr in der Pandemie : Das gefährliche Regel-Chaos

Polizisten sprechen am Freitag in einem Restaurant mit einem dem Besitzer über die Einhaltung der Corona-Regeln. Bild: dpa

Mitten in der vierten Welle herrscht in Deutschland Unklarheit, wann und in welcher Form Bürger ihre Impfnachweise oder Corona-Tests vorzeigen sollen. Allein bei den 3-G-Kontrollen gibt es einen unübersichtlichen Flickenteppich. Das soll sich ändern.

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          Mitten in der vierten Corona-Welle herrscht große Unklarheit, wann Bürger ihre Impfnachweise oder Corona-Tests vorzeigen sollen und in welcher Form. In manchen Bundesländern sollen Kellner auch den Personalausweis kontrollieren, in anderen dürfen sie genau das nicht. Es gibt Restaurants, die kontrollieren penibel, andere fragen Kunden nur lax, ob sie geimpft oder getestet seien, oder kontrollieren nichts. Manche Ordnungsämter, etwa in Stuttgart oder Bochum, machen Kontrollen in Stichproben. Sachsen verpflichtet seine Landkreise sogar, mindestens drei Teams aus Kontrolleuren zu haben.

          Justus Bender
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Oliver Georgi
          Redakteur in der Politik der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.
          Stephan Löwenstein
          Politischer Korrespondent mit Sitz in Wien.

          Andere Behörden, wie im Saale-Holzland-Kreis in Thüringen, kontrollieren nur, wenn es Beschwerden gibt. Manche Städte wie Bochum können nicht sagen, wie viele Bußbescheide sie schon verhängt haben, in Köln sind es 30 000, darunter aber auch Verstöße gegen die Maskenpflicht. Auch unter den Gastronomen herrscht Verwirrung, wo sie kontrollieren sollen, an der Tür, am Tisch, sie wissen es nicht. Es ist ein „Flickenteppich“, wie die Sprecherin des Saale-Holzland-Kreises der F.A.S. sagt.

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