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Corona-Notbremse : Schule muss sein

Ein Klassenraum der Valentin-Senger-Schule in Frankfurt Bild: dpa

Die Leute dürfen weiterhin zum Friseur, zum Blumenhändler oder in den Gartenmarkt – aber die Kinder nicht in die Schule. Dabei ist Shoppen wohl kaum so wichtig wie der Schulbesuch.

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          In der Nachbarschaft wohnt ein sieben Jahre alter Junge. Sein Schulstart war nicht gut, im Gegenteil. Er hat die erste Klasse nicht geschafft. Seine zweite Einschulung war im vergangenen Sommer, die erste Corona-Welle war vorüber, die Kinder konnten wieder in die Schule. Zwar mussten sie Masken auf den Gängen tragen und die Fenster des Klassenraums standen offen, aber der Unterricht fand statt. Auf dem Stundenplan stand: Schreiben, Lesen und Rechnen lernen. All das, was vielen Erwachsenen selbstverständlich erscheint, aber eine riesige Leistung ist.

          Aber dann machten die Schulen wegen Corona dicht, wochenlang saßen die Kinder zu Hause. Homeschooling war wieder angesagt. Für Werbefilmfamilien war das wahrscheinlich kein Problem; wenn Geld vorhanden ist, Mutter oder Vater sowieso zu Hause sind, weil ein Verdiener reicht, und auch das iPad für den Nachwuchs ohne Mühe besorgt werden kann. Aber es sind eben nicht alle solche Werbefilmfamilien. Dafür zahlreiche Doppelverdiener, die es schon schwer hatten.

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