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Merkel warnt vor Rückschlag : „Da liegt noch ein Riesenberg an Arbeit vor uns“

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Eine strenge Regierungschefin: Angela Merkel auf dem Weg zur Sitzung der Unionsfraktion. Bild: EPA

Angela Merkel hat abermals daran erinnert, dass die Virusbekämpfung noch nicht vorüber ist. Sie mache sich Sorgen angesichts der Diskussionen über weitere Lockerungen. „Es ist nicht ohne, was uns da in den nächsten Monaten erwartet.“

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          Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat vor dem Hintergrund der Debatten über weitere Lockerungen in der Corona-Krise eindringlich vor einem Rückschlag gewarnt. Sie wies darauf hin, dass die deutsche Wirtschaft in ihrer gesamten Breite einen Riesen-Einbruch erleide. Noch wisse niemand, wie sich Konsumverhalten und Pandemie entwickelten, so die Kanzlerin am Dienstag nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur von Teilnehmern in der Sitzung der Unionsfraktion im Bundestag.

          Merkel sagte, sie wolle nicht pessimistisch sein – man könne der Lage nur optimistisch entgegentreten – aber man müsse auch realistisch sein. Sie wurde mit den Worten zitiert: „Da liegt noch ein Riesenberg an Arbeit vor uns.“

          Nach den Lockerungen der Reisewarnungen für die meisten EU-Länder und angesichts der Debatte über Sommerurlaubsziele sagte Merkel, jedem sei die Freude über einen Urlaub auf Mallorca oder in Griechenland gegönnt. Wenn sie allerdings die ökonomischen Zahlen betrachte, „weiß ich nicht ganz, ob wir schon Hoffnungen und Realität zusammengebracht haben“.

          In der Bundesrepublik habe es noch nie eine solch hohe Anzahl an Kurzarbeitern gegeben, sagte Merkel. Angesichts von sieben Millionen Menschen im Mai, die nur einen Teil ihres Lohns erhielten, sei das eine unvergleichbare Situation. In der Wirtschafts- und Finanzkrise 2008/2009 habe es 1,5 Millionen Kurzarbeiter gegeben. Anders als damals sei die Lage nun aber nicht schnell in den Griff zu bekommen. Deswegen sei es wichtig, dass Regierung und Unionsfraktion Zuversicht und Handlungsfähigkeit ausstrahlten.

          Das Virus sei nicht weg, auch wenn man es gut eingedämmt und in die Schranken verwiesen habe, sagte Merkel nach den Informationen der dpa. Wo Menschen allerdings eng beieinander seien, gebe es aber immer wieder Ausbrüche. „Wir müssen sehr vorsichtig sein, damit wir die schon schwierige Lage in der Wirtschaft nicht nochmal verschlechtern“, warnte die Kanzlerin. Es sei eine sehr angespannte Zeit, auch wenn derzeit meist die Sonne scheine. „Es ist nicht ohne, was uns da in den nächsten Monaten erwartet.“

          Schon Ende April hatte Merkel in einer Schaltkonferenz der CDU-Spitze deutlich gemacht, wie unzufrieden sie darüber sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu „Öffnungsdiskussionsorgien“ geführt hätten. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark, sagte sie damals.

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