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Bewertung der Corona-Maßnahmen : Was man sagen kann, wenn man zu wenig weiß

Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach mit Mitgliedern des Sachverständigenrats am Freitag in Berlin Bild: dpa

Die Corona-Kommission arbeitet holprig. Der Virologe Christian Drosten sprang ab, die Daten sind dünn, die Ergebnisse wenig überraschend. Und doch liefert das Papier Hinweise darauf, was bislang half.

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          Der aktuelle Corona-Ausbruch holt auch diejenigen ein, die die früheren Wellen bewerten sollen. Gleich zwei der 18 Mitglieder in der Sachverständigenkommission zur Evaluation der Corona-Maßnahmen sind derzeit an Covid-19 erkrankt. Ein prominentes Mitglied war im April von sich aus abgesprungen: Der Berliner Charité-Virologe Christian Drosten hatte dem Gremium den Rücken gekehrt, da dessen Ausstattung und Zusammensetzung eine wissenschaftlich hochwertige Einschätzung nicht gewährleiste und zudem Inhalte aus internen Beratungen nach außen gedrungen seien.

          Christian Geinitz
          Wirtschaftskorrespondent in Berlin

          Die Evaluierungskommission wurde je zur Hälfte vom Bundestag und von der Regierung eingesetzt. Gemäß Infektionsschutzgesetz soll die interdisziplinäre Professorengruppe die Auswirkungen des Gesetzes bewerten und sich zugleich zu dessen „Reformbedürftigkeit“ äußern. Doch das Vorhaben stand unter keinem guten Stern, wie der Weggang Drostens illustrierte – und wie auch weitere Zweifel deutlich machten.

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