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Löwenstein, Stephan (löw.)

Lockdown mit Impfpflicht : Österreichs späte Notbremse

Wiener Straßenszene: Seit dem 22. November befindet sich Österreich im Lockdown. Bild: dpa

Die türkis-grüne Regierung hat zu lange gezaudert. Jetzt ist zu befürchten, dass der FPÖ eine bunte Schar zugetrieben wird, die sich da sonst kaum wiederfände.

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          Österreich ist das erste Land in Europa, das sich in der vierten Ansteckungswelle nicht anders zu helfen weiß als wieder mit einer weitgehenden Schließung des öffentlichen Lebens. Und es ist das erste (nimmt man den Sonderfall Vatikan aus), das eine allgemeine Impfpflicht einführen will.

          Der Ärger darüber ist groß. Die einen, die sich haben impfen lassen und auf die Parole vertraut haben, dass für sie die Pandemie damit vorüber sei, sind verdrossen über den Lockdown. Und die anderen, die sich partout nicht impfen lassen wollen, sind hellauf empört darüber, dass sie nun an die Nadel gezwungen werden sollen. Dann gibt es noch weitere, die sich noch nicht haben impfen lassen, sei es aus Unkenntnis, aus Wurschtigkeit, wegen der unklaren Signale aus der Politik oder weil es ihnen mühsam war. Viel wird davon abhängen, dass sie jetzt in das erste Lager gezogen und nicht in das zweite gedrückt werden.

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