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Jasper von Altenbockum (kum.)

Lockerungsdebatte : Deutschland am Limit

Müde Krieger im müden Land: Bundeskanzlerin Angela Merkel und Finanzminister Olaf Scholz Bild: EPA

Die Bundesregierung wird nicht auf Dauer von Versäumnissen ablenken können, indem sie bewusst übertreibt: Es sei unmöglich, 30 Millionen Vulnerable besonders zu beschützen. So begibt sie sich in die Hände von Mutanten.

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          Die Bundesregierung steht am Ende des zweiten Lockdowns wie ein müder Krieger in einem müden Land. Selbst die Bundeswehr sieht sich am Limit, während noch mehr Corona-Einsätze im In- und Ausland auf sie zukommen könnten. Skeptischen Kommandeuren sollte die Verteidigungsministerin vielleicht noch beibringen, dass der Feind nun einmal Corona heißt, auch wenn Panzer in diesem Fall nicht weiterhelfen. Vielmehr müssen Einsätze wie in Portugal, vor Pflegeheimen, in Gesundheitsämtern und bald auch in Impfzentren ausbügeln, was Regierungen nicht leisten können oder wollten.

          Die neuerliche Lockerungsdebatte offenbart zudem, dass die Pandemiebekämpfung seit Monaten fast auf der Stelle tritt. Angesichts der Todeszahlen unter Alten und Pflegefällen muss es sogar heißen: Den „vulnerablen Gruppen“ hat der Lockdown nicht allzu viel gebracht.

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