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SPD-Politiker zur Pandemie : Lauterbach erwartet „die schlimmsten drei Monate“

  • Aktualisiert am

Noch drei Monate: SPD-Gesundheitspolitiker Karl Lauterbach rechnet zum Frühjahr hin mit einem Abebben der Corona-Pandemie. Bild: dpa

Trotz erster Impfungen rechnet der SPD-Gesundheitspolitiker im ersten Quartal mit sehr hohen Ansteckungs- und Totenzahlen. Zugleich sieht er Licht am Ende des Tunnels.

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          Der SPD-Gesundheitsfachmann Karl Lauterbach erwartet im ersten Quartal sehr hohe Ansteckungs- und Totenzahlen, zeigt sich aber zuversichtlich, dass 2021 insgesamt deutlich besser wird als 2020. „Wir werden jetzt die schlimmsten drei Monate der gesamten Pandemie mit hohen Infektions- und Todeszahlen vor uns haben“, sagte er der „Rheinischen Post“. „Dann ist aber Licht am Ende des Tunnels erkennbar. Die Kombination aus mehr verfügbarem Impfstoff und besserem Wetter wird ab April hoffentlich für Entspannung sorgen.“

          Wegen des gegenwärtigen Engpasses bei Impfstoffen drängt er auf eine raschere Zulassung des Mittels von Astra-Zeneca und der Universität Oxford durch die europäische Arzneibehörde EMA. „Zur Not wäre bei Verzögerungen hier ein deutscher Alleingang sogar vertretbar.“

          Lauterbach befürwortet trotz der Infektionszahlen unter bestimmten Bedingungen eine Wiederöffnung der wegen der Corona-Pandemie geschlossenen Kitas und Grundschulen ab der zweiten Januarhälfte. „Voraussetzung wäre, dass alle anderen Klassenstufen geteilt würden und wechselnd Präsenz- und Digitalunterricht erhalten. Oder der Präsenzunterricht ganz ausgesetzt wird. „Wenn alle Schulen wieder aufmachen wie vor den Ferien, laufen wir Gefahr, dass wir selbst den Inzidenzwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner und Woche trotz Lockdowns gar nicht erst erreichen werden“, warnte er. „Daher wäre das ein großer Fehler.“

          Es sei wissenschaftlich erwiesen, dass Kinder ab zwölf Jahren genauso ansteckend seien wie Erwachsene. Der Neuinfektionswert von 50 ist die von Bund und Ländern vereinbarte Zielmarke. Darunter gilt die Pandemie als beherrschbar.

          Derzeit liegt der Wert im bundesweiten Schnitt über 140. Die Ministerpräsidenten der Länder wollen am 5. Januar mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) darüber beraten, wie es nach dem 10. Januar mit dem bundesweiten Lockdown weitergeht. Zuvor beraten die Kultusminister am Montag über die Situation der Schulen.

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