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Corona : Länder lockern Regeln, Impfzentren schließen

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In Saarbrücken ist die Pflicht, Maske zu tragen, gelockert worden. Bild: dpa

Während die Corona-Regeln in einigen Bundesländern gelockert werden, schließen die meisten Impfzentren im Land.

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          In mehreren Bundesländern sind die Corona-Regeln am Freitag gelockert worden. In Nordrhein-Westfalen gilt seitdem keine Maskenpflicht im Freien mehr. In Fußballstadien, bei Konzerten und anderen Großveranstaltungen ist wieder mehr Publikum zugelassen. Stehplätze dürfen allerdings nur zur Hälfte belegt werden und nur dann, wenn auf Gängen eine medizinische Schutzmaske getragen wird.

          In Clubs und Diskotheken in Bayern darf von diesem Wochenende an nach knapp eineinhalb Jahren coronabedingter Zwangspause wieder gefeiert werden, und zwar ohne Abstand und Maske. Für Besucher sowie Beschäftigte mit Kundenkontakt gilt dann eine verschärfte 3-G-Regel. Einlass bekommen demnach nur Geimpfte und Genesene, alternativ muss ein negativer PCR-Test vorgewiesen werden. Ein Antigen-Schnelltest oder ein Selbsttest reichen nicht aus. Beschäftigte mit Kundenkontakt müssen außerdem mindestens zweimal wöchentlich einen PCR-Test machen.

          Auch im Saarland ist das Tanzen in Clubs seit Freitag wieder möglich. Nach einer neuen Corona-Verordnung fallen praktisch alle Einschränkungen für Geimpfte, Genesene und Getestete weg. Sie müssen auch in geschlossenen Räumen keine Maske mehr tragen, wenn die 3-G-Regel angewandt wird. Der Mindestabstand ist nur noch eine Empfehlung. Das hatte der Ministerrat beschlossen. Der Schritt sei „ein Signal für mehr Eigenverantwortung“, sagte Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger (SPD). In Schulen entfällt die Maskenpflicht in den Gebäuden komplett. Die neue Freiheit gilt zunächst für zwei Wochen.

          In vielen Bundesländern sind die Corona-Impfzentren, die im vergangenen Spätherbst zur möglichst schnellen Versorgung der Bevölkerung mit Impfstoff eingerichtet wurden, seit Freitag geschlossen. Der Betrieb der Zentren endete planmäßig zum Ablauf des Monats September in den meisten Bundesländern. Einzelne Zentren haben den Betrieb schon vorher eingestellt. Mehrere Länder machen von der Möglichkeit Gebrauch, die Impfzentren noch einige Monate länger in einem verringerten Umfang zu betreiben. Dazu gehören unter anderem Bayern, Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

          Ein Sprecher des bayerischen Gesundheitsministeriums sagte der F.A.Z., einzelne Zentren sollen bis Ende April „als Notfalloption in der Lage sein, innerhalb von maximal vier Wochen ihre stationären Impfkapazitäten wieder hochzufahren“. In vielen Ländern bleiben die mobilen Impfteams aktiv. Bis Donnerstag haben 68,1 Prozent der Bürger mindestens eine Impfung gegen Corona bekommen; als vollständig geimpft galten 64,6 Prozent.

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