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Schleppende Krisenpolitik : So kann es nicht weitergehen

Schritt für Schritt und mit gebührendem Abstand: Piktogramme am Rheinufer in Düsseldorf. Bild: dpa

Die Bewältigung der Corona-Krise offenbart falsche politische Prioritäten. Das zeigt sich vor allem an dem Schneckentempo, mit dem die Tracking-App entwickelt wird.

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          Der Corona-Politik fehlt etwas, das man das Weise-Moment nennen könnte. Vor fünf Jahren gab es dieses Moment, als die Flüchtlingspolitik durch die Neuerfindung des zuständigen Bundesamts aus einem Chaos in geordnete Bahnen fand. Aus einer Herausforderung, die überwältigend schien, war durch eine politische Entscheidung plötzlich etwas Beherrschbares geworden. Verbunden war dieses Moment mit dem Namen des neuen Behördenleiters, Frank-Jürgen Weise. Er stand sicherlich nicht allein dafür. Auch damals trugen die Kommunen die Hauptlast einer Arbeit, die mit den Dimensionen der Corona-Krise allerdings nicht zu vergleichen ist.

          Dennoch, nach vier Wochen „Lockdown“, einer gerade verkündeten Verlängerung um noch einmal zwei Wochen und angesichts einer Virusfront, die sich spätestens schon im Februar abzeichnete (aber eigentlich schon seit Sars-Zeiten vor zehn Jahren), darf die Frage durchaus gestellt werden: Wo ist dieses Moment heute, wo ist die Politik, die ein Gefühl des Machbaren vermittelt?

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