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Umgang mit der Kontaktsperre : Wir schaffen mehr

Eine berittene Polizistin weist junge Menschen in einem Hamburger Park auf die geltenden Beschränkungen im Rahmen der Eindämmung des Coronavirus hin. Bild: dpa

Wer ständig fordert, die Wirtschaft hochzufahren, drückt unnötig auf die Stimmung. Jetzt zählt Besonnenheit. Die größten Herausforderungen stehen ja erst bevor.

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          Können wir nicht mal drei Wochen stillhalten? Kaum war die Kontaktsperre verordnet, gab es schon ein dichtes Gedränge im scheinbar letzten verbliebenen Raum für politische Profilierung: der Exit-Debatte.

          Sollte die Wirtschaft nicht bald wieder „hochfahren“, so wurde gewarnt, drohten soziale Dramen. Als hätte jemand ein Interesse daran, die Wirtschaft stillzulegen. Als würden Menschen automatisch durchdrehen, wenn sie im Wohnzimmer verschwinden. Als sei Beschäftigung das Einzige, das Mitbürger davon abhielte, ihre Familien zu schlagen oder sich etwas anzutun.

          Viel Zustimmung für Kontaktsperre

          Die Exit-Debatte zeugt von einem Mangel an Anstand gegenüber den Medizinern, für die es gerade erst richtig losgeht; von fehlendem Respekt für die Erkrankten und Gefährdeten; und von einem autoritären Menschenbild. In populistischer Verschärfung der rastlosen Mahnungen seines Parteichefs warnte der FDP-Abgeordnete Marco Buschmann sogar vor einer Revolution der Mittelschicht.

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