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Grüne in der Corona-Krise : Bloß nicht nervös werden

Die Parteivorsitzenden Baerbock (links) und Habeck müssen die Grünen durch eine strategisch schwierige Lage steuern. Bild: dpa

Vor kurzem konnten sich viele noch einen Kanzler oder eine Kanzlerin der Grünen vorstellen. Dann kam das Virus. Nun hadert die Partei mit ihren Kompetenzwerten. Der Online-Parteitag an diesem Samstag soll die Wende bringen.

          5 Min.

          Für die Grünen geht es gerade rauf und runter. Vor wenigen Tagen versetzte eine sechsstellige Zahl die Partei in Freudenstimmung. 101.561. So viele Mitglieder hat sie nun. Ein neuer Rekord. Und ein großer Erfolg, wenn man bedenkt, dass mehr als ein Drittel der Mitglieder allein in den vergangenen zwei Jahren eingetreten sind– wegen der Klimakrise, wegen Trump, wegen der beiden Parteivorsitzenden.

          Helene Bubrowski

          Politische Korrespondentin in Berlin.

          Doch in den Umfragen geht es runter. Die Zeit, in der die Grünen sogar vor oder kurz hinter der Union lagen, ist vorbei. Seit das Coronavirus Angst und Schrecken verbreitet, geht die Kurve für die Union steil bergauf; und die der Grünen bergab. Anfang des Jahres lag die Partei noch bei 24 Prozent, nun sehen Meinungsforscher sie unter der Zwanzigermarke, ein Institut meldete jüngst sogar nur 15 Prozent. „Die Krise hat uns im vollen Lauf erwischt“, sagte der Parteivorsitzende Robert Habeck kürzlich der „Zeit“.

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