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F.A.Z. exklusiv : Viele Auslandsschulen bangen um Existenz

Unterricht erst im September: Auslandsschule in Mailand Bild: ddp Images

Viele Eltern können sich das Schulgeld nicht mehr leisten oder fordern es zurück, deutsche Lehrer fehlen – zwei Drittel der Auslandsschulen sehen sich in der Corona-Krise in ihrer Existenz bedroht.

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          Seit Wochen schreibt Walter Brand, der Vorsitzende des Schulvorstands des Trägervereins der Deutschen Auslandsschule in Mailand Briefe an Eltern, deren Kinder entweder den Kindergarten oder die Schule besuchen und ihre Gelder zurückfordern und appelliert an deren Solidarität. Denn 75 Prozent des Budgets fließen in Personalkosten und die laufen trotz der coronabedingten Schließungen weiter. Das schriftliche Abitur konnten die Schüler schon im Februar schreiben, für das mündliche im Juni müssen 20 der hundert Lehrer aus Deutschland zurückkommen – und zwar rechtzeitig genug, um die vorgeschriebene Quarantäne von 14 Tagen in Italien einhalten zu können. Er rechne damit, dass auch wirklich alle zurückkämen, sagt Brand der F.A.Z.

          Heike Schmoll
          Politische Korrespondentin in Berlin, zuständig für die „Bildungswelten“.

          Die Auslandsschulen werden von freien gemeinnützigen Trägervereinen geführt. Die Träger erwirtschaften im Schnitt 72 Prozent ihrer Mittel eigenständig über Schulgelder. Bund und Länder fördern die Schulträger auf der Grundlage des Auslandsschulgesetzes finanziell und personell. Die Förderung wird als gesetzliche Anspruchsförderung oder als freiwillige Förderung über Zuwendungen gewährt. Weil die Schulen von den Schulgeldeinnahmen abhängig sind, droht ihnen mittelfristig die Zahlungsunfähigkeit, hinzu kommen krisenbedingt höhere Kosten.

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