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Auf Streife in Köln : Achtung, Corona-Kontrolle!

Natalie Riha und Michael Mader kontrollieren ein Restaurant in Köln. Bild: Stefan Finger

Früher ging das Ordnungsamt vor allem gegen Wildpinkler vor und löste zu laute Partys auf. Dann kam Corona. Die Mitarbeiter müssen jetzt die Regeln zum Infektionsschutz durchsetzen – und die ändern sich ständig.

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          In vielen Firmen ist wegen Corona gerade von Kurzarbeit die Rede oder gar von Stellenabbau. Ganz anders bei den Ordnungsdiensten. Allein die 180 Mitarbeiter des Kölner Ordnungsdienstes haben 15.600 Überstunden gesammelt – nur in den ersten drei Monaten der Pandemie. Ein paar davon gingen ganz sicher auf das Konto von Natalie Riha und Michael Mader. Sie arbeiten im Außendienst. Und während sie sich auf Streife sonst um Prostituierte und Obdachlose kümmerten, standen die vergangenen Monate ganz im Zeichen der Pandemie.

          Und das geht so weiter: Riha und Mader müssen dafür sorgen, dass die Kölner die sich ständig ändernden Corona-Regeln einhalten. An einem Septembermorgen stehen die beiden vor dem Stadthaus in Deutz und besprechen, welche Orte sie heute ablaufen. Ein Dönerladen in der Stadt müsse „nachkontrolliert“ werden, nachdem die beiden den Betreiber schon einmal verwarnt hatten. Außerdem steht eine Routinestreife in der Weidengasse an. Und ein sogenannter „Bürgerauftrag“. So nennt es der Ordnungsdienst, wenn die Mitarbeiter einem Hinweis aus der Bevölkerung nachgehen.

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