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Digitale Kontaktnachverfolgung : Ist die Software nur „betriebsbereit“ oder wirklich im Einsatz?

Amtshilfe von der Bundeswehr: Im Rhein-Sieg-Kreis ist Sormas im Einsatz. Bild: EPA

Anders als geplant haben immer noch nicht alle Gesundheitsämter die einheitliche Software zur digitalen Kontaktnachverfolgung installiert. Und von den 70 Prozent, die das Programm haben, nutzen viele es gar nicht.

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          Die Sehnsucht nach einer digitalen Lösung für die Bekämpfung der Pandemie ist groß. Nachdem der Musiker Smudo am Sonntagabend in der Talkshow „Anne Will“ die Kontaktnachverfolgungs-App „Luca“ vorgestellt hatte, war die Zahl der Zugriffe so groß, dass das System des Start-Ups zeitweise zusammenbrach. Die Idee der App ist einfach: Statt sich im Restaurant oder beim Friseur in eine Liste einzutragen, um spätere Infektionen nachzuvollziehen, registriert die App die Aufenthalte. Das hat den Vorteil, dass sich die Daten verbinden und so Infektionsketten im Nachhinein erkannt werden können. Bisher konnten sich Infizierte häufig nicht erinnern, wo sie sich angesteckt haben könnten, oder die Dokumentation bei Gastronomen war lückenhaft.

          Timo Steppat
          Redakteur in der Politik.

          Die Corona-Warn-App, die mit viel Hoffnung im vergangenen Jahr vorgestellt worden war, sollte dazu dienen, all jene zu informieren, die sich womöglich bei einem Infizierten angesteckt haben. Nur den Nutzern selbst wird mitgeteilt, ob bei ihnen ein Ansteckungsrisiko vorliegt, nicht den Gesundheitsämtern. Der Datenschutz stand im Weg. Der Luca-App, die nicht von der Regierung, sondern von einem Privatunternehmen angeboten wird, stellen die Bürger ihre Daten freiwillig zur Verfügung. Bei „Anne Will“ versprach Kanzleramtsminister Helge Braun (CDU) seine Unterstützung. Binnen vier Wochen, hieß es später vom Unternehmen, wolle man die Schnittstellen zu den Gesundheitsämtern hergestellt haben.

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