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Stand der Forschung : Geimpft und trotzdem ansteckend – wie wahrscheinlich ist das?

Vorbereitung der Corona-Impfung im Impfzentrum des Frankfurter Industrieparks Höchst. Bild: Frank Röth

Viel spricht dafür, dass Geimpfte das Virus kaum noch verbreiten können. Macht es dabei einen Unterschied, welcher Impfstoff verabreicht wurde?

          4 Min.

          Dieser Text enthält ein wichtiges UPDATE v. 6.5.2021

          Joachim Müller-Jung
          Redakteur im Feuilleton, zuständig für das Ressort „Natur und Wissenschaft“.

          Der politische Beschluss, vollständig Geimpften das Leben in der Pandemie zu erleichtern, ist wissenschaftlich leicht nachzuvollziehen, wenn man die aus Israel und Großbritannien eingehenden Daten betrachtet. Die Impfkampagnen wirken dort dramatisch: Mehr als 98 Prozent weniger Ansteckungen in Israel seit dem Höhepunkt der letzten Infektionswelle Mitte Januar, der Anteil positiver Tests ist – bei zwei Drittel vollständig Geimpfter im Land – auf einen von Tausend gesunken.

          Dass das weniger mit Kontakteinschränkungen zusammenhängt, sondern dem Impfstoff, lässt sich an der Altersverteilung der Inzidenzrückgänge ablesen. Bei den zuerst geimpften Älteren ist der Rückgang am ausgeprägtesten. In Großbritannien sind ganz ähnliche Effekte auch schon seit Wochen deutlich zu erkennen, obwohl dort die Mehrheit erst eine Impfdosis erhalten hat.

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