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Debatte um Öffnungen : Sie setzen sich von der 35 ab

Geht auf Distanz zum 35er-Inzidenzwert: NRW-Ministerpräsident Armin Laschet Bild: dpa

Einige Länderchefs äußern öffentlich Zweifel an den jüngsten Corona-Beschlüssen. Daniel Günther hat für Schleswig-Holstein schon längst Fakten geschaffen. NRW-Ministerpräsident Laschet distanziert sich vom neuen Zielwert.

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          Als Daniel Günther (CDU) vor der Ministerpräsidentenkonferenz als erster seinen Vorschlag für einen Stufenplan zum Ausstieg aus dem Lockdown in Kiel vorstellte, hob er noch hervor, dass es eine „Blaupause“ sein könne für eine einheitliche Lösung im Bund und damit kein Sonderweg im Norden eingeschlagen werden solle. Kaum war die Ministerpräsidentenkonferenz (MPK) am vergangenen Mittwoch beendet, schlug Günther dann einen Sonderweg für Schleswig-Holstein ein. Von einer Blaupause ist schon lange keine Rede mehr. Stattdessen scheint die Kieler Enttäuschung über die Runde tief zu sitzen.

          Reinhard Bingener
          Politischer Korrespondent für Niedersachsen, Sachsen-Anhalt und Bremen mit Sitz in Hannover.
          Reiner Burger
          Politischer Korrespondent in Nordrhein-Westfalen.
          Rüdiger Soldt
          Politischer Korrespondent in Baden-Württemberg.
          Matthias Wyssuwa
          Politischer Korrespondent für Norddeutschland und Skandinavien mit Sitz in Hamburg.

          Aus dem hohen Norden der Bundesrepublik weht dem Kanzleramt ein kalter Wind entgegen. Bei der MPK im Januar machte ein Zitat der Ministerpräsidentin von Mecklenburg-Vorpommern, Manuela Schwesig (SPD), Schlagzeilen, mit dem sie Angaben von Teilnehmern zufolge Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) zu einem heftigen Widerspruch provozierte. Da war es um Schulöffnungen gegangen, Schwesig hatte kritisiert, dass man den Familien nicht weiter so viel zumuten könne, während die Arbeitgeber beim Homeoffice kaum Zugeständnisse machten. Merkel soll erwidert haben, sie lasse sich nicht anhängen, Kinder zu quälen.

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