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Repräsentative Studie : Was die Sachsen über Corona denken

In einem mobilen Impfzentrum im sächsischen Markkleeberg lässt sich eine Bürgerin am 10. Mai 2021 gegen Covid-19 impfen. Bild: dpa

Ist Sachsen ein Land der „Querdenker“? Ja und nein, ergab eine repräsentative Studie. Besonders weit gehen die Meinungen bei Leuten auseinander, die selbst eine Corona-Erkrankung durchgemacht haben.

  • -Aktualisiert am
          4 Min.

          Ist Sachsen ein „Kernland der Querdenker“ mit einer „renitenten“ Bevölkerung? Solche Vermutungen kamen auf, als die zweite Welle der Corona-Pandemie in Deutschland grassierte und Sachsen zu den am schwersten betroffenen Ländern zählte. Die Infektionszahlen erreichten Rekordwerte, und in den Monaten November, Dezember und Januar starben im Freistaat zum Teil doppelt so viele Menschen wie im gleichen Zeitraum der Vorjahre. Es wurde gemutmaßt, dass soziale, räumliche und politisch-kulturelle Faktoren das Infektionsgeschehen zusätzlich verschärft haben könnten.

          Stefan Locke
          Korrespondent für Sachsen und Thüringen mit Sitz in Dresden.

          Populär war etwa die These, dass es in Regionen mit überdurchschnittlich hohen Wahlergebnissen für die AfD auch mehr Corona-Infektionen gebe, weil die Partei und Teile ihrer Anhänger die Pandemie nicht ernst nähmen oder selbst gegen einfache Maßnahmen wie das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes Stimmung machten. In Erinnerung blieben auch die zwei Dutzend Protestler, die vor das Privathaus von Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) zogen und dort verschwörerische Thesen verbreiteten. Wissenschaftler des Forums für Migration und Demokratie (MIDEM), das an der TU Dresden angesiedelt ist, sind nun der Frage auf den Grund gegangen, wie die Sachsen die Pandemie bislang bewältigten.

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