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Corona in Kliniken und Praxen : Im Kampf gegen einen unsichtbaren Gegner

Eine Pflegerin im St.-Antonius-Hospital in Eschweiler zieht sich einen Schutzanzug an, bevor sie das Zimmer eines Covid-19-Patienten betritt. Bild: Stefan Finger

Der Anteil von Ärzten und Pflegern an den Corona-Infizierten in Deutschland steigt unablässig. Können Kliniken und Praxen das Virus dauerhaft fernhalten?

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          Die Isolierstation ist das Reich von Schwester Hannelore Rosarius. Sie verteidigt es schon seit Jahren gegen alle möglichen unsichtbaren Gegner, das Norovirus zum Beispiel oder die Grippe. Doch im Moment gibt es nur einen Feind, der Schwester Hannelore umtreibt, und das ist Corona. Auf dem Flur haben sie alle paar Meter einen Spender mit Desinfektionsmittel für die Hände aufgestellt, vor jedem der 14 Patientenzimmer steht ein kleiner Rollwagen. Darauf liegen zwei Packungen blaue Einmalhandschuhe in unterschiedlichen Größen und ein Spender voller Tücher, die mit Desinfektionsmittel getränkt sind. „Die Sachen erfüllen ihren Zweck“, sagt Schwester Hannelore. Kein Arzt soll sich bei der Visite anstecken und kein Pfleger, wenn er die Kranken morgens wäscht. Doch bei aller Vorsicht, eine Garantie dafür gibt es nicht. Was Viren und Bakterien angeht, gilt: Man sieht nur mit dem Mikroskop gut, das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar. Haben die Pfleger auf der Isolierstation Angst, sich mit Corona zu infizieren? Schwester Hannelore sagt: „Wer hat die nicht?“

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Sofia Dreisbach

          Redakteurin in der Politik.

          Das St.-Antonius-Hospital befindet sich in der Innenstadt von Eschweiler, ein achtstöckiges Gebäude mit Hubschrauberlandeplatz auf dem Dach. Ein paar Kilometer weiter nördlich von Eschweiler liegt Heinsberg, jener Landkreis in Nordrhein-Westfalen also, in dem sich das Virus früh und massiv ausgebreitet hat. Auch in Eschweiler bekamen sie damals Patienten aus dem Kreis; viele, die sich bei der fatalen Karnevalsveranstaltung angesteckt hatten, wohnten in der Nähe. Der Zustrom von Covid-Patienten ist seitdem schwächer geworden, doch ganz nachgelassen hat er nicht.

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