https://www.faz.net/-gpf-a4mal

Hessische Landesregierung : Raumschiff Wiesbaden und die Pandemie

  • -Aktualisiert am

Isoliert: Gesundheitsminister Klose ist in Quarantäne; hier mit Ministerpräsident Bouffier im April in Gießen Bild: dpa

In Hessen ist der Unmut über das Management der Corona-Krise in den Kommunen besonders groß. Die Verantwortung werde nach unten delegiert, heißt es. Und dort fühlt man sich allein gelassen.

          4 Min.

          Es war wohl eine ehrenamtliche Flüchtlingshelferin, die kürzlich das Coronavirus in die Kasseler Erstaufnahmeeinrichtung brachte. Fünf Personen wurden infiziert, die in der Einrichtung tätigen Ärzte forderten dringend ihre Verlegung. Doch stattdessen wurde eine Isolierstation eingerichtet und die Einrichtung abgeriegelt. Allerdings ist eine echte Isolierung in der früheren Polizeikaserne unmöglich, es gibt dort Sechsbettzimmer und Sanitäranlagen im Freien. In der Folge infizierten sich mehr als ein Drittel der rund 300 Asylbewerber. Und der Inzidenzwert für ganz Kassel verdoppelte sich auf nun 107.

          Julian Staib

          Politischer Korrespondent für Hessen, Rheinland-Pfalz und das Saarland mit Sitz in Wiesbaden.

          In der Stadt ist seitdem die Verärgerung über das Vorgehen der hessischen Landesregierung groß. In dem Fall hat das hessische Sozial- und Gesundheitsministerium eine gleich doppelte Zuständigkeit: Für die Asylbewerber natürlich, aber aufgrund des Erreichens der höchsten „Corona-Warnstufe“ müsste es zudem nun die medizinische Lage in der Stadt „steuern“. So besagt es zumindest das „Präventions- und Eskalationskonzept“ der Landesregierung. „Tatsächlich kümmert sich die Stadt um notwendige Maßnahmen“, sagt Kassels Oberbürgermeister Christian Geselle (SPD) dazu.

          Testen Sie unsere Angebote.
          Jetzt weiterlesen

          Testen Sie unsere Angebote.
          F.A.Z. PLUS:

            FAZ.NET komplett

          F.A.Z. PLUS:

            Sonntagszeitung plus

          Diese und viele weitere Artikel lesen Sie mit F+

          Freundinnen: Luisa und Sophie wohnen zusammen in Frankfurt. Beide verdienen Geld mit Pornovideos, die sie selbst aufnehmen.

          Studentin in Geldnot : Pornos drehen für den Master

          Luisa besucht eine Hochschule im Rhein-Main-Gebiet und verkauft Sexvideos, um ihr Studium zu finanzieren. Sie sagt, das fühle sich dreckig an. Doch der Geldmangel habe sie dazu getrieben, und andere Nebenjobs sind ihr zu zeitaufwendig.
          Über-60-Jährige konnten sich im Dezember drei Masken gratis aushändigen lassen.

          Zwei Methoden : Wie sich FFP2-Masken wiederverwenden lassen

          FFP2-Masken können korrekt aufgesetzt einen guten Schutz vor einer Infektion mit dem Coronavirus bieten. Günstig sind sie aber nicht. Mit Hilfe von zwei Methoden können Privatpersonen sie mehrmals verwenden.

          Kapitolbesetzer im Internet : An ihren Bildern sollt ihr sie erkennen

          Eine Woche nach der Besetzung des Kapitols dauert die Identifikation gewaltbereiter Teilnehmer durch deren Beiträge in sozialen Medien an. Schon früh beteiligten sich Aktivisten und Privatpersonen an der Datenaufbereitung.