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Impfzentren schließen : Die letzte Spritze

Sina Peter, Leiterin des Mainzer Impfzentrums, am 5. Oktober 2021 Bild: Lucas Bäuml

Die meisten Impfzentren haben ihre Türen geschlossen, nur wenige halten sich noch ein paar Wochen lang bereit – für alle Fälle. Was heißt das für die Mitarbeiter?

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          Dass die Leute am letzten Tag noch mal Schlange stehen, hatte er nicht erwartet. „Das ist fast wie der Ansturm im März“, sagt Andy Feig. Der Leiter des Impfzentrums im sächsischen Ort Treuen steht im Wartebereich und mustert die Menschen, die doch noch gekommen sind, um sich gegen das Coronavirus impfen zu lassen. Donnerstag vergangener Woche, der letzte Tag im September, Feig trägt zum Abschied ein weißes Hemd zur blauen Jeans. 265 Tage war das Impfzentrum im Treuener Ortsteil Eich jetzt in Betrieb.

          Kim Björn Becker
          Redakteur in der Politik.
          Othmara Glas
          Volontärin

          Ein dreiviertel Jahr lang hat Feig fast jeden Tag dort verbracht, oft von sechs Uhr morgens bis Mitternacht. Am Abend wird der Achtunddreißigjährige, der in „normalen“ Zeiten als Leiter eines Rettungsdienstes arbeitet, die Türen zum letzten Mal schließen. Der Betrieb endet planmäßig zum Monatsende. Dann ist endgültig Schluss. Mit seinen Kollegen vom Roten Kreuz will er danach anstoßen, das Bier steht schon kalt. „Irgendwann muss der Krisenmodus enden“, sagt Feig. „Langsam müssen wir zur Normalität zurückkehren.“

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