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Corona-Impfungen : Woher weiß ich, wann ich dran bin?

Eine Arzthelferin simuliert in Trier die Corona-Impfung an Feuerwehrmann Johannes Haag Bild: dpa

In gut einer Woche soll mit dem Impfen begonnen werden. Seit heute steht fest, wer zuerst an der Reihe ist. Doch in vielen Bundesländern ist noch völlig offen, wer die Bürger überhaupt informiert.

          6 Min.

          Es liegt in der Natur dieser Pandemie, dass es oft erst spät Antworten auf wesentliche Fragen gibt. Welche Bevölkerungsgruppen in welcher Reihenfolge geimpft werden sollen, steht so richtig erst seit Freitagvormittag fest – also gut eine Woche vor dem geplanten Beginn der Massenimpfungen am 27. Dezember. In Berlin stellte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) die Rechtsverordnung vor, mit der die Reihenfolge geregelt wird. Erst am Tag zuvor hatte die Ständige Impfkommission (Stiko), die am Robert-Koch-Institut angesiedelt ist, ihre finalen Empfehlungen veröffentlicht.

          Kim Björn Becker

          Redakteur in der Politik.

          Spahn wich, wie am Freitag offensichtlich wurde, in Teilen von ihnen ab. Während die Fachleute die Bevölkerung in sechs Gruppen unterteilt hatten, die nacheinander geimpft werden sollen, unterscheidet das Ministerium nur noch vier Gruppen – drei mit Priorität, danach der Rest des Landes. Beiden Dokumenten ist gemein, welche Bevölkerungsgruppen ganz oben auf der Liste stehen: Höchste Priorität beim Impfen haben demnach Menschen, die älter sind als 80 Jahre, sowie Bewohner und Mitarbeiter in stationären Pflegeheimen. Auch Mitarbeiter von ambulanten Pflegediensten gehören zu dieser Gruppe sowie medizinisches Personal etwa in den Impfzentren, auf den Intensivstationen der Krankenhäuser, in Notaufnahmen und bei Rettungsdiensten sowie jene, die sich um besonders schwache Patienten kümmern, etwa Krebspatienten oder Personen nach einer Organtransplantation.

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